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27.08.2015

13:16 Uhr

Autozulieferer

TRW-Kauf gibt ZF Friedrichshafen einen Schub

Nach dem Kauf des US-Zulieferers TRW Automotive verzeichnet ZF Friedrichshafen ein deutliches Plus. 12,2 Milliarden Euro Umsatz stehen im Halbjahresbericht. Dennoch will der Zulieferer den Rotstift zücken.

Der Autozulieferer profitiert von der Übernahme des US-Konkurrenten TRW. dpa

ZF Friedrichshafen

Der Autozulieferer profitiert von der Übernahme des US-Konkurrenten TRW.

FriedrichshafenDer Autozulieferer ZF hat nach dem Kauf von TRW Automotive deutlich zugelegt. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2015 auf rund 12,2 Milliarden Euro - darin ist der US-Zulieferer TRW seit Mitte Mai mit einem Anteil von fast 2 Milliarden Euro beteiligt. Das teilte ZF am Donnerstag in Friedrichshafen am Bodensee mit. ZF hatte die Übernahme Mitte Mai abgeschlossen und ist derzeit dabei, TRW als neue Division „Aktive und Passive Sicherheitstechnik“ in den Konzern zu integrieren.

Unter dem Strich stand nach den ersten sechs Monaten ein Ergebnis von 711 Millionen Euro, nach 310 Millionen Euro im Vorjahr. Allerdings seien die Halbjahreszahlen nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar, da sie neben dem TRW-Kauf auch vom Verkauf des 50-prozentigen Anteils an ZF Lenksysteme im Januar 2015 beeinflusst seien, sagte Finanzchef Konstantin Sauer. Ohne den Umsatz von TRW seien die Erlöse um 11 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro gestiegen. Der Grund dafür seien im wesentlichen Währungseffekte.

Wachstumstreiber im ersten Halbjahr waren demnach vor allem die USA und Asien, während die Entwicklung in Südamerika und Osteuropa deutlich schwächer verlief. Für das Gesamtjahr 2015 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 29 bis 30 Milliarden Euro.

Anfang August hatte ZF angekündigt, wegen hoher Produktionskosten den Rotstift zu zücken. „Auf unserem Kostenniveau haben wir in den vergangenen Jahren keine neuen Aufträge mehr gewonnen“, sagte Firmenchef Stefan Sommer der „Stuttgarter Zeitung“. Mit Investitionen in technisch anspruchsvollere Elektrostoßdämpfer will ZF gegensteuern.

Von den Sparplänen betroffen wären die Standorte Schweinfurt (Bayern), Eitorf (Nordrhein-Westfalen) und Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) und die dortige Produktion konventioneller Stoßdämpfer, wie die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete. „Konkrete Vereinbarungen haben wir aber noch nicht geschlossen“, sagte Sauer am Donnerstag.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Vitto Queri

27.08.2015, 12:48 Uhr

>>Dank der Übernahme von RTW kann ZF Friedrichshafen seinen Umsatz drastisch steigern. >>

Das hat Daimler der Welt nach der Übernahme von Chrysler auch erzählt.

Wie das ausging wissen wir bereits !

In 2-3 Jahren wissen wir dann mit Sicherheit auch, wieviel Geld ZF mit dieser Übernahme in Sand gesetzt hat.

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