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12.02.2015

14:14 Uhr

Badeausstattet

Villeroy & Boch trotz Russlandkrise

Auch wenn die Krise Russland fest in Griff hat, bleibt Porzellan gefragt. Davon profitiert der saarländische Geschirr- und Badausstattungshersteller Villeroy & Boch. Er hat seine Gewinnziele übertroffen.

Die Produkte des saarländischen Porzellanherstellers sind bei russischen Kunden trotz Krise gefragt. dpa

Villeroy & Boch

Die Produkte des saarländischen Porzellanherstellers sind bei russischen Kunden trotz Krise gefragt.

FrankfurtDer Geschirr- und Badausstattungshersteller Villeroy & Boch hat dank boomender Geschäfte im krisengeschüttelten Russland und Kostensenkungen seine Gewinnziele getoppt. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ist voriges Jahr um sechs Prozent auf 38,4 Millionen Euro gestiegen, wie das saarländische Traditionsunternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Angepeilt war ein Plus von etwas mehr als fünf Prozent.

Überraschend gut laufe weiterhin das Russland-Geschäft, sagte Vorstandschef Frank Göring. Hier seien - wie in China - Luxusgüter aus Europa weiterhin stark gefragt. Der Russland-Umsatz zog 2014 trotz der Rubelabwertung um gut sieben Prozent auf 27 Millionen Euro an, in Lokalwährung liege das Plus sogar bei 28 Prozent. Es bleibe nun abzuwarten, wie sich die Situation und vor allem die Währung in Russlang entwickelt. „Das macht uns große Sorge”, sagte Göring. Die Turbulenzen in der Region hinterlassen bereits ihre Spuren in der Unternehmensbilanz: Die Erlöse in der Ukraine brachen um die Hälfe ein - der Markt ist aber relativ klein.

Wichtiger Faktor für das Gewinnplus 2014 ist zudem die Senkung der Kosten. Villeroy & Boch gestaltete seine Fertigung schlanker und sparte beim Einkauf. Der Jahresumsatz stieg um drei Prozent auf 766 Millionen Euro. Die Dividende für die im SDax notierten Vorzugsaktien soll um zwei Cent auf 44 Cent je Papier steigen. Der Überschuss verbesserte sich im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf 24,3 Millionen Euro. Dazu trug auch ein Sonderertrag von fünf Millionen Euro aus dem Verkauf eines Fabrikbaus in Schweden bei. Für das laufende Jahr stellt der Vorstand ein Umsatzplus von drei bis fünf Prozent in Aussicht. Das operative Ergebnis soll erneut um etwas mehr als fünf Prozent zulegen.

Villeroy & Boch wurde 1748 gegründet und beschäftigt weltweit gut 7000 Mitarbeiter. Konkurrenten im Badgeschäft sind etwa die deutschen Firmen Duravit oder Hansgrohe.

Von

rtr

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