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26.04.2012

08:31 Uhr

Bahntechnikkonzern

Vosslohs Überschuss bricht massiv ein

Die Auftragsbücher des Bahntechnikkonzerns Vossloh sind voll. Trotzdem erlebt das Unternehmen bei Ebit und Überschuss massive Rückgänge. Grund sind Verzögerungen bei Projekten in China.

Ein Schienenbefestigungssystem für Schottergleise und feste Fahrbahnen im Voll- und Nahverkehrsbereich. dpa

Ein Schienenbefestigungssystem für Schottergleise und feste Fahrbahnen im Voll- und Nahverkehrsbereich.

DüsseldorfAnhaltende Projektverzögerungen in China haben beim Bahntechnikkonzern Vossloh zu einem kräftigen Gewinnrückgang geführt. In den ersten drei Monaten 2012 brach der operative Gewinn (Ebit) um über 43 Prozent auf 10,2 Millionen Euro ein, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Überschuss fiel sogar um 60 Prozent auf 4,2 Millionen Euro. Der Umsatz verharrte mit 255,7 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Analysten hatten bei Umsatz und Gewinn mehr erwartet.

Der Rekordauftragsbestand von knapp 1,6 Milliarden Euro stimmte den Vorstand dennoch zuversichtlich, seine Jahresziele zu erreichen. Der Umsatz solle 2012 demnach auf 1,25 bis 1,3 (Vorjahr: 1,2) Milliarden Euro klettern. Beim operativen Gewinn werden 100 bis 110 (96,5) Millionen Euro angepeilt, beim Überschuss 55 bis 60 (55,7) Millionen. Für die Ergebnisentwicklung sei allerdings entscheidend, in welchem Umfang China seine Aufträge über Schienenbefestigungen abrufe und sich die Instandhaltungsnachfrage für Schienen im weiteren Verlauf erholt, schränkte der Vorstand ein.

Deutliche Zuwächse habe Vossloh zum Jahresauftakt im Geschäft mit Lokomotiven, Nahverkehrsbahnen und Antriebssystemen erzielt. Dagegen sanken die Erlöse mit Schienenbefestigungen wegen der Projektverzögerungen in China. Bereits im Vorjahr hatte Vossloh wegen ins Stocken geratener Geschäfte in Russland und China sowie der Flaute in Südeuropa einen Gewinneinbruch verbucht.

Von

rtr

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