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01.02.2010

10:53 Uhr

BASF

Forschungsgeld soll Umsatzeinbruch mindern

VonSiegfried Hofmann

Der Branchenführer BASF stellt mehr Geld für die hausinterne Forschung bereit - trotz heftiger Umsatzeinbußen. Der Plan: Neue und verbesserte Produkte sollen das Wachstum ankurbeln. Auch andere große Chemiehersteller haben ihre Forschungsausgaben in 2009 konstant gehalten oder sogar leicht erhöht.

Mitarbeiterin in BASF-Labor: BASF will mehr Geld für die Forschung zur Verfügung stellen. dpa

Mitarbeiterin in BASF-Labor: BASF will mehr Geld für die Forschung zur Verfügung stellen.

FRANKFURT. Der Chemiekonzern BASF hat seine Forschungsausgaben im vergangenen Jahr trotz heftiger Umsatzeinbußen leicht angehoben und will sie im laufenden Jahr auf dem Niveau von rund 1,4 Mrd. Euro fortführen. Der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) am Umsatz des Ludwigshafener Konzerns dürfte damit 2009 erstmals seit Jahren wieder deutlich zugenommen haben. Zuvor hatte BASF die F&E-Quote tendenziell stetig reduziert. Die Entwicklung reflektiert dabei einen branchenweiten Trend: Auch andere große Chemiehersteller wie Dow Chemical, Dupont, Bayer oder Akzo haben ihre Forschungsausgaben im Krisenjahr 2009 konstant gehalten oder sogar leicht erhöht.

Relativ zu den durchweg kräftig rückläufigen Umsätzen haben sich damit die F&E-Ausgaben der Branche kräftig erhöht. Beim US-Konzern Dupont etwa stieg die Quote von 4,6 Prozent auf 5,3 Prozent, bei der BASF dürfte der Kostenanteil bezogen auf die Chemieumsätze (ohne Öl und Gas) von 2,8 auf etwa 3,5 Prozent angestiegen sein. Eine ähnliche Entwicklung ist auch in vielen anderen Industriesegmenten zu beobachten.

BASF dürfte nach seinen bisherigen Prognosen 2009 einen Umsatzrückgang um ein Fünftel auf etwa 51 Mrd. Euro verbucht haben. Knapp 40 Mrd. Euro entfallen dabei auf das Chemiegeschäft.

BASF-Forschungsvorstand Andreas Kreimeyer bekräftigte am Donnerstag die langfristige Ausrichtung der F&E-Strategie des Konzerns. Man arbeite sowohl an der Weiterentwicklung bestehender Produkte als auch an langfristigen Projekten zur Erschließung neuer Wertschöpfungsketten. Neue und verbesserte Produkte, die in den vergangenen Jahren fünf Jahren eingeführt wurden, sollen 2010 bis zu sechs Mrd. Euro zum Umsatz des Chemieriesen beitragen. Das sind etwa zwei Mrd. Euro mehr als noch im vergangenen Jahr geschätzt.

"Wir haben eine Reihe von Projekten schneller in den Markt gebracht als ursprünglich erwartet", so Kreimeyer. Bis 2015 rechnet der Chemiekonzern allerdings nur noch mit einem moderaten Anstieg des Umsatzvolumens neuer Produkte auf dann sechs bis acht Mrd. Euro. Es handele sich hierbei um eine konservative Schätzung und diese Output-Rate sei absolut ausreichend für die Wachstumsziele BASFs, betonte Kreimeyer.

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