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07.10.2014

13:37 Uhr

BASF in Indien

Chemiekonzern baut Geschäft mit neuem Standort aus

BASF expandiert in Indien und startete mit der Produktion am neuen Standort. Mit dem neuen Werk setzt der Konzern auf die steigende Chemienachfrage. Bis 2020 sollen mehrere Milliarden in die Region Asien-Pazifik fließen.

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF setzt auf Wachstum und will Milliarden in die Region Asien-Pazifik investieren. dpa

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF setzt auf Wachstum und will Milliarden in die Region Asien-Pazifik investieren.

FrankfurtBASF hat einen neuen Produktions-Standort im wichtigen Wachstumsmarkt Indien in Betrieb genommen. Mit dem neuen Werk in Dahej im westindischen Bundesstaat Gujarat will der weltgrößte Chemiekonzern noch stärker von der steigenden Chemienachfrage auf dem Subkontinent profitieren. Das Werk in Dahej sei mit Investitionen von 150 Millionen Euro die bislang größte Einzelinvestition in dem Land, teilte der Konzern am Dienstag mit. BASF hat sich zum Ziel gesetzt, zwischen 2013 und 2020 mehr als zehn Milliarden Euro in der Region Asien-Pazifik zu investieren. Darunter fällt auch der Ausbau in Indien, wo der Konzern im vergangenen Jahr mit rund 2250 Beschäftigten einen Umsatz von 1,02 Milliarden Euro erwirtschaftete.

In dem neuen Standort stellt BASF unter anderem Roh-MDI her – ein wichtiges Vorprodukt für Polyurethan-Kunststoffe zur Wärmedämmung. Dazu kommen Polyurethan-Produkte für die Autoindustrie, für Schuhhersteller und die Bau- sowie Möbelindustrie. Außerdem produziert das Unternehmen in dem neuen Werk Chemikalien für Körperpflege-Produkte sowie für Wasch- und Reinigungsmittel. Vor allem Kunden in Nord- und Westindien sollen aus dem neuen Werk beliefert werden. BASF ist schon seit mehr als 100 Jahren in Indien aktiv. Der Konzern hatte dort zuletzt acht Produktionsstandorte.

Die größten Chemiekonzerne der Welt

Platz 10

PPG Industries (USA)
Mit 15,33 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet das US-Unternehmen mit Firmensitz in Pittsburgh (Pennsylvania) auf dem zehnten Platz der umsatzstärksten Chemieunternehmen weltweit.
Zu den Produktbereichen gehören Kunstglasprodukte, Kunstharze und Beschichtungswerkstoffe für Raumfahrt, Architektur und Industrie.

Quelle: Unternehmensangaben, Statista 2017 / Gesamtjahr 2016, jeweils letzte verfügbare Angaben

Platz 9

Linde (Deutschland)
Der deutsche Technologiekonzern mit dem Kerngeschäft um Gase und Prozess-Anlagen hat im letzten Jahr 17,83 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und erreicht so den neunten Platz im Unternehmensranking.

Platz 8

Air Liquide (Frankreich)
Auf Platz acht des aktuellen Rankings landet das führende, französische Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz. 19,08 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz in 2016 machen dies möglich. Mit Linde und Praxair zählt Air Liquide zu den drei größten Industriegasherstellern der Welt.

Platz 7

Henkel (Deutschland)
Der Düsseldorfer Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch-/Reinigungsmitte, Schönheitspflege und die Klebstoffe und fuhr 2016 einen Jahresumsatz von 19,69 Milliarden US-Dollar ein. In naher Zukunft möchte der Siebtplatzierte sowohl die US-Firma Darex Packaging Technologies für mehr als 1,05 Milliarden US-Dollar übernehmen als auch den mexikanischen Anbieter von Friseurprodukten Nattura Laboratorios aufkaufen. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern will so vor allem das eigene Friseurgeschäft in Mexiko und den USA ausbauen.

Platz 6

DuPont (USA)
24,6 Milliarden US-Dollar Umsatz und Platz sechs für den Konzern für Chemie, Materialien und Energie. Im Dezember 2015 gaben DuPont und der Konkurrent Dow Chemical bekannt, dass sie fusionieren wollen. Danach soll das Gemeinschaftsunternehmen in drei börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufgespalten werden.

Platz 5

Lyondell Basell (USA)
Im Mittelfeld des Rankings und mit 29,18 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet Lyondell Basell. Der weltweit größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren betreibt zudem Erdölraffinerien und produziert Treibstoffzusätze wie MTBE.

Platz 4

Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
Unverändert auf dem vierten Platz befindet sich der saudi-arabischer Chemie- und Metall-Konzern Saudi Basic Industries. Mit 39,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz reichte es für Metallkonzern nicht für den Sprung unter die Top-3-Chemiekonzerne. Neben Grundchemikalien wie Methanol und Ethanol stellt das Unternehmen aus dem Nahen Osten auch Düngemittel her.

Platz 3

Dow Chemical (USA)
Mit 48,16 Milliarden US-Dollar Umsatz fiel der zukünftige Fusionspartner von DuPont um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr. Die Hauptgeschäftsbereiche des US-Unternehmens aus Midland (Michigan) erstrecken sich auf die Kunststoffherstellung, Vorprodukte für die Wasseraufbereitung, Klebstoffe, Insektiziden, Saatgut und die Herstellung von Grundstoffen wie Chlor und Natronlauge.

Platz 2

Bayer (Deutschland)
Der zweitplatzierte deutsche Konzern (49,2 Milliarden US-Dollar Umsatz 2016) mit Schwerpunkt auf der chemischen und pharmazeutische Industrie plant eine Megafusion mit Monsanto. Damit möchte das Unternehmen seine Agrarchemie-Sparte um genverändertes Saatgut erweitern. Um diese umstrittene Fusion unter Dach und Fach zu bringen, sollen Bayer und Monsanto bereit sein, Firmenteile für 2,5 Milliarden Dollar zu verkaufen.

Platz 1

BASF (Deutschland)
Unveränderter Spitzenreiter mit 60,54 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: BASF. Der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Konzern, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, wird sich angesichts der Megafusionen in der Branche künftig neu positionieren müssen. Dabei würde aber, laut Unternehmensführung, mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Geschäftsfelder, als an Größe an sich gelegt werden.

Von

rtr

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