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17.04.2006

17:55 Uhr

BASF ringt um Engelhard

Engelhard-Aktionäre sind nicht überzeugt

Das Ringen um die milliardenschwere Übernahme des US-Spezialchemiekonzerns Engelhard geht in eine weitere Runde. BASF verlängerte am Montag zum dritten Mal sein bestehendes Angebot an die Engelhard-Aktionäre. An der Börse spekuliert man indes auf ein höheres Gebot als 37 Dollar.

HB FRANKFURT/NEW YORK. Die Offerte laufe nun noch weitere zwei Wochen bis zum 28. April um 17.00 Uhr Ortszeit New York, teilte BASF mit. Engelhard erklärte, sein Board habe den Anteilseignern empfohlen, die Offerte der Ludwigshafener weiterhin abzulehnen. BASF habe bislang weniger als 1% des Engelhard-Kapitals anziehen können. Dies zeige, dass die Engelhard-Aktionäre das Gebot als unangemessen ansehen würden.

BASF erklärte, der Konzern sei von Engelhard aufgefordert worden, ein festes Angebot bis zum 19. April abzugeben. BASF wolle die von Engelhard zur Verfügung gestellten nicht-öffentlichen Informationen weiter prüfen. Es sei noch nicht entschieden, ob BASF dem Engelhard-Management ein verändertes Angebot machen werde. Der Chemiekonzern will in der größten Übernahme seiner Firmengeschichte den US-Katalysatorenspezialisten für 4,9 Milliarden Dollar kaufen. Das Engelhard-Management hatte das BASF-Angebot bislang als zu niedrig abgelehnt.

BASF und Engelhard hatten im März eine Vertraulichkeitsvereinbarung getroffen, wodurch BASF Einsicht in nicht-öffentliche Dokumente des Spezialchemie-Unternehmens erhielt. Engelhard will mit den Unterlagen beweisen, dass die bisherige BASF-Offerte das Unternehmen unterbewertet.

Engelhard-Chef Barry Perry hatte deutlich gemacht, dass sein Unternehmen eine höhere BASF-Offerte in Betracht ziehen würde. Wegen der fehlenden Einsicht in die Dokumente kam für BASF bisher keine Aufstockung der Offerte in Betracht. Im Januar hatte BASF aber bereits angekündigt, die Offerte um einen Dollar je Aktie zu erhöhen, falls der Blick in die Bücher dies auch rechtfertige.

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