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26.04.2012

16:51 Uhr

BASF-Rivale

Dow Chemical mit weniger Gewinn

Restrukturierungskosten haben den Gewinn des US-Konzerns Dow Chemical im ersten Quartal gedrückt. Der Umsatz blieb zu Jahresbeginn aber stabil.

Ansicht des neuen PET-Betriebes im Buna-Werk der amerikanischen DOW Chemical Inc. bei Halle. ap

Ansicht des neuen PET-Betriebes im Buna-Werk der amerikanischen DOW Chemical Inc. bei Halle.

New YorkDie Wirtschaftsflaute in Europa hat dem größten amerikanischen Chemiekonzern Dow Chemical zum Jahresstart zugesetzt. Negativ überraschte vor allem das Umsatzminus des BASF -Rivalen im ersten Quartal, was die Dow-Chemical-Aktie am Donnerstag um mehr als drei Prozent nach unten drückte. Dow Chemical diagnostizierte ein konjunkturell schwaches Umfeld in Teilen Europas. Wegen der schwachen Nachfrage sei der Konzernumsatz im ersten Quartal leicht auf 14,72 Milliarden Dollar gesunken. Analysten hatten etwas mehr prognostiziert. Der Nettogewinn schrumpfte zwar um gut ein Drittel auf 412 Millionen Dollar, fiel aber höher aus als erwartet. 

Vor allem das Agrarchemiegeschäft lief bei Dow Chemical rund im Quartal. Der gute Anlauf der Pflanzsaison in Nordamerika bescherte dem Unternehmen im Geschäft mit Pestiziden gegen Schadpilze, Insektenbefall und Unkraut einen Umsatzzuwachs von 14 Prozent. Auch beim Konkurrenten Bayer war die Agrarchemie-Sparte im ersten Quartal eine Ertragsperle. 

Dagegen hatte Dow Chemical im Kunststoffgeschäft einen schwachen Jahresstart. Der Umsatz in der Sparte technische Kunststoffe schrumpfte um elf Prozent. Die Margen in Europa und in Asien blieben unter Druck. Dort nutzt der Chemieriese Rohbenzin (Nafta) als Ausgangsstoff für die Kunststoffproduktion. In Nordamerika greift Dow Chemical dagegen auf günstigeres Erdgas zurück, was den Margen zugutekommt. Aktuell errichtet der Konzern neue Ethylen-Anlagen an der Golfküste der USA, um künftig mehr auf Erdgas zurückgreifen zu können. 

Für das Gesamtjahr 2012 rechnet Dow-Chemical-Chef Andrew Liveris mi einer allmählichen Aufhellung der Geschäfte. Der Konzern profitiere davon, dass er in relativ robusten Märkten wie etwa im Agrarmarkt und im Nahrungsmittelmarkt unterwegs sei. Ferner gebe es Anzeichen für eine Belebung in der Bauwirtschaft, auf den Elektronik-Märkten sowie im Bereich Transport. Weil die Produkte von Dow Chemical in so vielen verschiedenen Branchen zum Einsatz kommen, gilt der Konzern als gutes Barometer für das Wohl und Wehe der Weltwirtschaft. Branchenprimus BASF legt seinen Zwischenbericht am Freitag vor.

 

Von

rtr

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