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29.08.2014

08:57 Uhr

Baukonzern

Strabag hält trotz Krim-Krise an Prognosen fest

Trotz eines geringen Verlusts im ersten Halbjahr hält der österreichische Baukonzern Strabag an seinen Prognosen fest. Von der Ukraine-Krise und den Sanktionen gegen Russland sieht sich Strabag nicht betroffen.

Das Strabag-Hauptquartier in Wien: Für wichtige westeuropäische Märkte wie Deutschland zeigte sich Strabag zuversichtlich. Reuters

Das Strabag-Hauptquartier in Wien: Für wichtige westeuropäische Märkte wie Deutschland zeigte sich Strabag zuversichtlich.

WienDer österreichische Baukonzern Strabag hält nach einem geringeren Verlust im ersten Halbjahr an seinen Prognosen fest. Für das laufende Jahr erwartet die Firma bei einer stagnierenden Bauleistung von 13,6 Milliarden Euro weiterhin einen Betriebsgewinn von zumindest 260 Millionen Euro, wie Strabag am Freitag mitteilte. Das Unternehmen ist stark in Deutschland und Österreich sowie in Polen und anderen Teilen Osteuropas vertreten. Zu Jahresbeginn profitierte die Firma von dem guten Wetter: Dadurch konnten einige Bauprojekte früher in Angriff genommen werden als erwartet. Der im ersten Halbjahr übliche Verlust verringerte sich daher um neun Prozent auf 93,1 Millionen Euro. Die Bauleistung stieg um zwei Prozent auf 5,8 Milliarden Euro.

Von der Ukraine-Krise und den Sanktionen gegen Russland sieht sich Strabag nicht betroffen. In der Ukraine erwirtschafte der Konzern weniger als ein Prozent seiner Leistung, in Russland seien es im laufenden Jahr voraussichtlich weniger als drei Prozent. Zudem sei Strabag im russischen Baugeschäft wenig auf Importe angewiesen und erhalte seine Aufträge fast ausschließlich von privaten Firmen und nicht von staatlicher Seite.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Für wichtige westeuropäische Märkte wie Deutschland zeigte sich Strabag ebenfalls zuversichtlich. Das Hochbaugeschäft laufe dort weiterhin gut. In Polen dürfte sich der Bausektor nach der Krise in den vergangenen Jahren nach Einschätzung von Strabag ebenfalls erholen - vor allem weil die dortige Regierung wieder mehr in den Bau neuer Straßen investiert.

Von

rtr

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