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13.11.2014

18:38 Uhr

Baumaschinen-Produktion

Volvo streicht 1000 Stellen

Das Sparprogramm bei Volvo hat weitere Auswirkungen: Im Bereich der Produktion von Baumaschinen streicht der Nutzfahrzeugbauer 1000 Stellen. Die Produktion soll nach China verlagert werden.

Volvo-Baggerlader und andere Baumaschinen sollen nicht mehr in Europa und Amerika gefertigt werden. dpa

Volvo-Baggerlader und andere Baumaschinen sollen nicht mehr in Europa und Amerika gefertigt werden.

GöteborgDer schwedische Nutzfahrzeugbauer Volvo streicht weltweit 1000 Stellen im Bereich der Produktion von Baumaschinen. Betroffen seien vor allem Jobs in Polen, den USA und Brasilien, teilte die Volvo Group am Donnerstag in Göteborg mit. In Schweden fielen bis zu 150 Stellen weg. Statt in Europa und Amerika sollen Baumaschinen wie Planierfahrzeuge und Baggerlader künftig bei dem zur Gruppe gehörenden chinesischen Unternehmen SDLG gefertigt werden.

Die Stellenstreichungen sind Teil eines verschärften Sparprogramms, das der Lkw-Bauer im Oktober vorgestellt hatte. Bis Ende 2015 wollen die Schweden dadurch zehn Milliarden Kronen (1,1 Milliarden Euro) im Vergleich zu 2012 einsparen.

Die größten Lkw-Bauer der Welt

Platz 10

Weichai Power - Shaanxi (China) - 104.100 neu zugelassene Fahrzeuge in 2013

Die Sinotruk-Tochter gehörte zu den ersten Firmen, die in China Dieselmotoren produzierte. In Deutschland wurde das Unternehmen durch seinen Einstieg beim Gabelstaplerhersteller Kion bekannt.

Quelle: IHS Automotive

Platz 9

Tata (Indien) - 133.000 neu zugelassene Fahrzeuge

Der Mutterkonzern von Jaguar und Land Rover gehört auch im Nutzfahrzeugbereich zu den ganz Großen. Insbesondere im Heimatmarkt spielt das Unternehmen eine führende Rolle.

Platz 8

BAIC - Foton (China) - 136.000 neu zugelassene Fahrzeuge

Daimlers Schlüssel zum chinesischen Markt ist auch die Kooperation mit den Chinesen. Mit dem Lkw-Bauer Foton, der zum Reich von BAIC gehört, betreiben die Stuttgarter seit 2012 das Joint-Venture BFDA.

Platz 7

Paccar (USA) - 139.200 neu zugelassene Fahrzeuge

Der Hersteller aus Bellevue, Washington, baute im Zweiten Weltkrieg noch Panzer. Durch mehrere Übernahmen gehören die Amerikaner zu den Weltmarktgrößen im Lkw-Bereich.

Platz 6

CNHTC - Sinotruk (China) - 150.800 neu zugelassene Fahrzeuge

Der hinesische Lkw-Produzent beherrscht rund 20 Prozent des heimischen Marktes. Seit 2009 hält der deutsche Lkw-Bauer MAN 25 Prozent an den Chinesen.

Platz 5

Volvo Trucks (Schweden) - 177.200 neu zugelassene Fahrzeuge

Aus Göteborg in die Welt: Bei den ganz schweren Jungs gehören die Schweden zu den größten in Europa. Seit 2011 werden die Volvo Lastwagen auch in den USA gebaut.

Platz 4

Volkswagen (Deutschland) - 178.500 neu zugelassene Fahrzeuge

Mit den Marken MAN und Scania unter ihrem Dach schaffen es die Wolfsburger im weltweiten Vergleich auf die oberen Ränge. Geht es nach den Plänen des Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch soll das Duo die Weltspitze erobern.

Platz 3

First Automotive Works (China) - 180.800 neu zugelassene Fahrzeuge

Mit mehreren internationalen Herstellern unterhalten die Chinesen Joint Ventures, darunter Volkswagen und Toyota. Auch bei den Lastwagen gibt der Konzern, der einst mit sowjetischer Hilfe aus der Taufe gehoben wurde, den Ton an.

Platz 2

Dongfeng (China) - 264.400 neu zugelassene Fahrzeuge

Der Ostwind, wie die Marke übersetzt heißt, bläst weiter kräftig. Im Segment der mittelgroßen Lkw beherrscht das Unternehmen den wachsenden Heimatmarkt. Nur ein Konzern verkauft noch mehr Lastwagen.

Platz 1

Daimler (Deutschland) - 355.000 neu zugelassene Fahrzeuge

Neue Modelle geben dem Marktführer neuen Rückenwind - auch weil die Stuttgarter mit ihren internationalen Marken Freightliner, Fuso und Barat Benz auch international gut aufgestellt sind.

Am Mittwoch hatte eine Sprecherin einen Pressebericht über den Wegfall von insgesamt 3000 Arbeitsplätzen bei dem Nutzfahrzeugbauer noch als „pure Medienspekulation“ zurückgewiesen.

In der Baugeräte-Sparte von Volvo arbeiten derzeit noch 14.000 Menschen, in der Gruppe insgesamt etwas mehr als 94.200 Festangestellte und rund 14.400 Berater.

Von

dpa

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