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22.04.2013

15:32 Uhr

Baumaschinenhersteller

Caterpillar gibt Gewinnwarnung aus

Der weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar muss seinen Gewinn- und Umsatzausblick für das Gesamtjahr korrigieren. Das US-Unternehmen verweist auf ein schwaches Wachstum.

Der US-Baumaschinenhersteller Caterpillar muss seinen Gewinn- und Umsatzausblick für das Gesamtjahr korrigieren. AP/dpa

Der US-Baumaschinenhersteller Caterpillar muss seinen Gewinn- und Umsatzausblick für das Gesamtjahr korrigieren.

New YorkDie angeschlagene Bergbaubranche macht dem weltweit größten Baumaschinenhersteller Caterpillar zu schaffen. Da viele Bergbaukonzerne wegen gesunkener Rohstoffpreise Projekte auf Eis legten, rechnet Caterpillar in diesem Bereich mit einem deutlich geringeren Bedarf an Maschinen und kassierte deshalb seine Prognose für das Gesamtjahr.

Bei einem Umsatz zwischen 57 und 61 Milliarden Dollar werde der Gewinn je Aktie bei etwa sieben Dollar liegen, teilte Caterpillar am Montag mit. Zuvor sollten die Erlöse 60 bis 68 Milliarden Dollar und der Gewinn je Anteilsschein sieben bis neun Dollar betragen. "Mit der korrigierten Prognose berücksichtigen wir einen zu erwartenden Rückgang bei Caterpillarmaschinen für den Bergbau um 50 Prozent und 15 Prozent bei Bucyrus", sagte Firmenchef Doug Oberhelman.

Größte Baumaschinenhersteller der Welt (Umsatz 2011)

35 Milliarden Dollar

Caterpillar (USA)

21,8 Milliarden Dollar

Komatsu (Japan)

10 Milliarden Dollar

Volvo (Schweden)

10 Milliarden Dollar

Hitachi (Japan)

7,9 Milliarden Dollar

Liebherr (Schweiz/Deutschland)

7,9 Milliarden Dollar

Sany (China)

7,2 Milliarden Dollar

Zommlion (China)

6,5 Milliarden Dollar

Terex (USA)

5,8 Milliarden Dollar

Doosan (Korea)

5,4 Milliarden Dollar

John Deere (USA)

Quelle: KHL Group via statista.de

Bereits im ersten Quartal verzeichnete der Konzern einen Gewinnrückgang um 45 Prozent auf 880 Millionen Dollar oder 1,31 Dollar je Aktie. Der Umsatz fiel um 17 Prozent auf rund 13 Milliarden Dollar. Gegen die Ausfälle steuerte Caterpillar mit Einsparungen entgegen. Zudem wurden Lagerbestände weiter abgebaut. "Angesichts der Wucht des Rückgangs bei Verkauf und Produktion, bin ich mit dem ersten Quartal zufrieden", sagte Oberhelman. Analysten hatten allerdings mit mehr gerechnet. Dennoch legte die Aktie im vorbörslichen Handel zu.

Insgesamt gebe die Branche ein sehr gemischtes Bild ab, resümierte Oberhelman. Die Weltwirtschaft erscheine aber relativ stabil. Vor allem in den USA liefe es anders als noch zu Jahresbeginn erwartet erfreulich. Auch aus China sei weiteres Wachstum zu erwarten.

Dennoch ist die Nachfrage nach Rohstoffen derzeit auf dem Rückmarsch. Viele große Bergbaukonzerne gaben deshalb Vorhaben auf, schlossen Minen oder wollen sie verkaufen. Zudem setzten sie sich, wie Rio Tinto , neue Sparziele.

Von

rtr

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