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06.04.2014

13:09 Uhr

Baustoffe

Megafusion in der Zementindustrie

Die Zementhersteller Holcim und Lafarge streben einen Zusammenschluss unter Gleichen an. Das berichtet eine Zeitung. Die größte Fusion in der Branchengeschichte dürfte die Wettbewerbshüter alarmieren.

Die Hersteller von Zement leiden unter dem Preiskampf in der Branche. dpa

Die Hersteller von Zement leiden unter dem Preiskampf in der Branche.

Zürich/ParisDie beiden größten Zementhersteller der Welt haben den Endspurt zur größten Fusion in der Geschichte der Branche eingeläutet. Holcim aus der Schweiz und Lafarge aus Frankreich einigten sich am Samstag auf die Konditionen für einen Zusammenschluss, wie die Zeitung "Le Figaro" berichtete.

Damit würde ein Branchenprimus mit einem Marktwert von rund 40 Milliarden Euro entstehen. Bereits am Freitag hatten beide Konzerne mitgeteilt, sie befänden sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über einen Zusammenschluss unter Gleichen. Die größte Fusion in Europa seit der Übernahme von Xstrata durch Glencore im vergangenen Jahr dürfte aber die Wettbewerbshüter auf den Plan rufen.

Sowohl in den USA als auch in Europa würde ein aus Holcim und Lafarge hervorgegangener Branchenriese den Markt dominieren. Mit dem Zusammenschluss entstünde ein Konzern mit weit mehr als 100.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 30 Milliarden Euro.

Holcim und Lafarge: Zementbranche steht vor Megafusion

Holcim und Lafarge

Zementbranche steht vor Megafusion

Es wäre nichts Geringeres als der Zusammenschluss des Weltmarktführers mit der Nummer zwei: Die Zementriesen Holcom und Lafarge loten die Bedingungen für eine Fusion aus – Anteilseigner halten sich noch bedeckt.

Die Konzerne wollen gemeinsam Kosten sparen und Schulden abbauen. Aus einer gestärkten Position heraus wollen sie zudem auf steigende Energiekosten und eine sinkende Nachfrage reagieren, die die Branche seit 2008 gebeutelt hat.

"Le Figaro" berichtete weiter, Weltmarktführer Holcim würde ein öffentliches Gebot für Lafarge vorlegen und wolle für die Nummer zwei der Branche vollständig in Aktien bezahlen. Der neue Konzern solle seinen Hauptsitz in der Schweiz haben, weitere Führungszentren aber sowohl in Frankreich als auch in der Schweiz behalten.

Lafarge-Chef Bruno Lafont soll demnach Chef des künftigen Branchenriesen werden, während der Chairman aus der Schweiz kommen soll. Die Zeitung nannte keine Quellen für ihre Information, die Unternehmen waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu dem Bericht zu erreichen.

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