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16.07.2013

12:38 Uhr

Bayer-Firmenjubiläum

Merkel kämpft um Strompreisrabatt für Industrie

Beim Festakt zum 150-jährigen Bestehen des Bayer-Konzerns macht Gastrednerin Angela Merkel dem Unternehmen viel Freude. Sie kündigt an, den Strompreisrabatt für Industriefirmen gegen Kritik aus Brüssel zu verteidigen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Besuch in Köln: Der Bayer-Konzern feiert dort am Dienstag sein Jubiläum. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Besuch in Köln: Der Bayer-Konzern feiert dort am Dienstag sein Jubiläum.

KölnBundeskanzlerin Angela Merkel hat Überlegungen innerhalb der EU-Kommission den Kampf angesagt, die Ausnahmeregelungen für energieintensive Unternehmen in Deutschland zu kippen. Die Bundesregierung werde sich in der Europäischen Union entschieden für die Ausnahmeregelungen für Energiegroßverbraucher einsetzen, sagte Merkel am Dienstag in Köln bei einer Veranstaltung zum 150-jährigen Jubiläum des Bayer-Konzerns. Energiepreise, die die Unternehmen auch bezahlen könnten, seien eine Voraussetzung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.

„Ohne die Sonderregelung für energieintensive Unternehmen könnten wir am Standort Deutschland nicht wettbewerbsfähig produzieren“, hatte ein Sprecher von Bayer Material Science, der Chemie- und Kunststoffsparte des Leverkusener Konzerns, Anfang der Woche Handelsblatt Online gesagt. Im Jahr 2011 machten die Energiekosten 62 Prozent der gesamten Kosten für den Konzern aus.

Die EU-Kommission will einem Sprecher zufolge im Herbst über die Rechtmäßigkeit der deutschen Regelungen bei der Ökostromförderung entscheiden. Vor September werde es keinen Beschluss über ein Verfahren wegen illegaler Staatsbeihilfen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geben, hatte ein Kommissionssprecher gesagt. Ökostrom wird in Deutschland über eine Umlage von den Verbrauchern bezahlt. Um die weltweite Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu bewahren, hat die Regierung jedoch Großstromverbraucher davon weitgehend befreit.

Bayer-Chef Marijn Dekkers will auch künftig vor allem auf Innovationen setzen, um sich im weltweiten Wettbewerb der Chemie- und Pharmabranche durchzusetzen. Die „besten Ideen“ seien „unsere Chance für die Zukunft“, betonte er. Bayer müsse dabei „schneller und besser sein als die Konkurrenz“, der Konzern dürfe sich nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen, unterstrich er. Im Gegenteil: Bayer müsse „in den kommenden Jahren noch einen Zahn zulegen“.

Dekkers hatte für das Jubiläumsjahr 2013 bereits neue Höchstmarken in Aussicht gestellt: „Wir erwarten für 2013 und darüber hinaus eine Fortsetzung des Rekordkurses“, hatte er zu Jahresbeginn angekündigt. Für das laufende Jahr hatte Dekkers einen Umsatzanstieg von vier bis fünf Prozent auf rund 41 Milliarden Euro in Aussicht gestellt - Währungseinflüsse sowie Zu- und Verkäufe herausgerechnet. Seinen bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) will Bayer im mittleren einstelligen Prozentbereich erhöhen.

Bayer war am 1. August 1863 im heutigen Wuppertal-Barmen gegründet worden. Der Konzern habe „über Jahrzehnte Geschichte geschrieben“, sagte Dekkers. Bei dem Festakt wurde auch Kanzlerin Angela Merkel erwartet.

Von

rtr

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

16.07.2013, 12:56 Uhr

Es leben die Großindustrie, die Banken, die Börsenkurse. Der kleine Durchschnittsbürger wird es schon zahlen bis ihm nichts mehr bleibt. Bis dahin wird er mit KiTa-Plätzen und ähnlichem Blödsinn dumm genebelt.
"Weiter so" Frau Merkel, immer vorwärts in den Ruin Deutschlands, den Ruin des kleinen Mannes.

Account gelöscht!

16.07.2013, 13:00 Uhr

Und der wirklich Letztendlich so oder so betroffenen, der D Endkunde und AN hat keine Lobby Sitzt zwischen allen Stühlen und muss Suppe auslöffeln.... die die Lobbykraten in Brüssel und Berlin einschenken...

aber naja wenn die etablierten wiedergewählt werden ist dem D wähler nicht mehr zu helfen.

da kommt doch freude auf

Berliner

16.07.2013, 13:24 Uhr

Damit macht sie sich zur Unkanzlerin aller deutschen Haushalte. Ich kann nur sagen: Pfiu Deibel!!!

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