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04.01.2007

14:42 Uhr

Bayer Healthcare

Schneller Umbau – schwacher Start

VonSiegfried Hofmann

Der Bayer-Konzern treibt den Umbau seiner Gesundheitssparte zügig voran, muss im operativen Pharmageschäft aber einige Rückschläge und schwächere Wachstumsraten verkraften. Umso wichtiger wird es für den Leverkusener Konzern, die angestrebten Kosten-Synergien aus der Übernahme von Schering zu realisieren.

FRANKFURT. Am Mittwoch hat Bayer den Verkauf der Sparte Labordiagnostika an Siemens vollzogen. Nachdem in den vergangenen Wochen auch der Verkauf der beiden Chemietöchter HC Starck und Wolff Walsrode unter Dach und Fach gebracht wurden, kommt die Bereinigung des Portfolios und die Refinanzierung des 17 Mrd. Euro teuren Schering-Kaufs reibungslos voran. Durch diese Transaktionen will Bayer seine Verschuldung reduzieren. Die Nettoverschuldung soll von zuletzt 19 Mrd. Euro auf etwa 14 Mrd. Euro sinken.

Die vorerst letzte Hürde beim Konzernumbau wird der Konzern voraussichtlich am 17. Januar nehmen, wenn die Schering-Aktionäre über die geplante Zwangsabfindung der Anteilseigner abstimmen, die ihre Aktien nicht an Bayer verkauft haben. Ein solcher Squeeze-out ist in Deutschland möglich, sobald der Käufer mehr als 95 Prozent der Anteile hält.

Die neu formierte Bayer Schering Pharma AG geht jedoch mit einer eher gedämpften Performance an den Start. Das Unternehmen mit einem Pro-forma-Umsatz von etwa neun Mrd. Euro im Jahr 2005 musste in der Produktentwicklung zuletzt einige Nadelstiche einstecken.

Anfang Dezember zum Beispiel meldete der US-Partner Onyx enttäuschende Daten für das Nierenkrebsmedikament Nexavar. Auch die Studienergebnisse für die Anwendung gegen Hautkrebs fielen nicht so gut aus wie erhofft. Im Wettbewerb mit ähnlichen Medikamenten, etwa dem Pfizer-Präparat Sutent, könnte das die Perspektiven dieses wichtigen Hoffnungsträgers belasten - eine Aussicht, die Bayer-Investoren zwar achselzuckend wegsteckten, die Onyx-Aktie aber um gut ein Drittel einbrechen ließ.

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