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25.05.2011

16:18 Uhr

Bayer

Kohlenmonoxid-Pipeline bleibt außer Betrieb

Die Kohlenmonoxid-Pipeline im Rheinland geht weiterhin nicht in Betrieb. Der Bayer-Konzern will mit der Pipeline seine Werke in Dormagen und Krefeld verbinden, Privatleute hatten dagegen geklagt.

Die Erdbeben-Sicherheit der Pipeline soll nicht ausreichend geprüft worden sein. Quelle: dpa

Die Erdbeben-Sicherheit der Pipeline soll nicht ausreichend geprüft worden sein.

Düsseldorf

Die umstrittene Kohlenmonoxid-Pipeline im Rheinland darf weiterhin nicht in Betrieb gehen. Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht stufte den Planfeststellungsbeschluss am Mittwoch als rechtswidrig ein. Die Erdbeben-Sicherheit der 67 Kilometer langen Pipeline sei nicht ausreichend geprüft worden.

Die Rohrleitung verbindet die Chemiewerke des Bayer-Konzerns in Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Im einen Werk fällt Kohlenmonoxid an, im anderen wird es für die Kunststoff-Produktion benötigt. Die Pipeline liegt bereits unter der Erde. Zwei Privatleute hatten gegen das Planfeststellungsverfahren geklagt. Sie fürchten verheerende Folgen, falls durch ein Leck das hochgiftige Gas austreten sollte.

Die Richter hatten im Laufe der Verhandlungen der Düsseldorfer Bezirksregierung vorgeworfen, sie habe die Erdbebensicherheit der Pipeline nicht ausreichend geprüft. Den Versuch, dies im Rahmen eines Beweisantrags nachzuholen, hatte das Gericht am Dienstag abgelehnt. Solche Feststellungen seien nicht vom Gericht zu treffen, sondern von der Behörde im Rahmen ihrer Ermittlungspflicht.

Von

dpa

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