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13.10.2014

11:03 Uhr

Bayer-Medikament Xarelto

Millionen-Werbekampagne gegen Bayer

Bayers Verkaufsschlager geht es an den Kragen: Mehr als drei Millionen Euro geben US-Kanzleien für Werbung aus, mit der sie Klienten für eine Sammelklage gegen das Schlaganfallmedikament Xarelto gewinnen wollen.

Bereits Bayer-Konkurrent Boehringer Ingelheim sah sich zu einem Vergleich gezwungen, sein Blutgerinnungshemmer Pradaxa ist Xarelto ähnlich. dpa

Bereits Bayer-Konkurrent Boehringer Ingelheim sah sich zu einem Vergleich gezwungen, sein Blutgerinnungshemmer Pradaxa ist Xarelto ähnlich.

FrankfurtDer Pharmakonzern Bayer ist einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge mit einer aggressiven Schadenersatzkampagne gegen sein Schlaganfallmedikament Xarelto konfrontiert. Wie das Blatt am Montag berichtet, geben US-Kanzleien inzwischen Millionenbeträge für Werbung aus, um Klienten für Klagen rund um das Mittel zu gewinnen.

Hintergrund ist demnach, dass sich der Bayer-Konkurrent Boehringer Ingelheim im Mai zu einem Vergleich in dreistelliger Millionenhöhe wegen seines Xarelto ähnlichen Mittels Pradaxa gezwungen sah. Die F.A.Z. beruft sich auf Zahlen der Spezialagentur Silverstein Group.

Demnach gaben Kanzleien im September rund 3,9 Millionen Dollar (etwa 3,1 Millionen Euro) für Fernsehwerbung und andere Reklame aus, um Kläger gegen Bayer zu gewinnen. „Wir schätzen, dass die Ausgaben für Werbung zu möglichen Xarelto-Klagen im August 35 Prozent aller Werbeausgaben für mögliche Sammelklagen ausmachte, die sich gegen Medikamente richten“, sagte Silverstein-Chef Rustin Silverstein der Zeitung.

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Für September gab es demnach noch keine Gesamtzahlen. Silverstein ist auf Reklame für Produkthaftungsklagen in der Pharmabranche spezialisiert. Die Agentur lässt ermitteln, welche Kanzleien wieviel Werbung schalten, um gegen ein bestimmtes Medikament Front zu machen.

Die beiden relativ neuen Produkte Xarelto und Pradaxa sind Blutgerinnungshemmer, die unter anderem zur Vorbeugung von Schlaganfällen eingesetzt werden.

Von

afp

Kommentare (4)

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Max Power

13.10.2014, 11:27 Uhr

Vergleiche:
Überschrift: Milliarden-Werbekampagne gegen Bayer
Text: Mehr als drei Millionen Euro geben
Wo ist der Fehler?

Herr stp rüd

13.10.2014, 12:00 Uhr

scheinbar bei dir denn die Amerikaner kennen keine Million also sind Millionen € dementsprechend Milliarden $

Frau Maria Tanner

13.10.2014, 13:05 Uhr

Sie kennen sich aber gut aus, Herr stp rüd. Chapeau! (Ironie aus).
Millionen kennen die Amerikaner schon, die Milliarden sind es, die unseren englisch sprechenden Zeitgenossen „Probleme“ bereiten, das sind dann nämlich 'Billions', und die Billionen sind dann folgerichtig ‚Trillions‘ . Comprende, Sherlock Holmes?

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