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29.11.2011

13:44 Uhr

BayerCropScience

Bayer will Weizen ohne Gentechnik entwickeln

Weizensorten, die Hitze und Trockenheit vertragen aber nicht genverändert sind, will der Chemiekonzern in den kommenden acht bis zehn Jahren auf den Markt bringen. Langfristig sind auch genveränderte Sorten geplant.

Das Logo des Bayer-Konzerns, aufgenommen in Karlsruhe. dpa

Das Logo des Bayer-Konzerns, aufgenommen in Karlsruhe.

BrüsselDer Chemiekonzern Bayer will bei der Entwicklung neuer Weizensorten in den kommenden Jahren auf Gentechnik verzichten. Das Unternehmen wolle Weizensorten entwickeln, die Hitze und Trockenheit besser aushalten können, ohne dabei zunächst gentechnische Veränderungen vorzunehmen, sagte die Chefin der Agrarchemiesparte, Sandra Peterson, am Dienstag zu Reuters.

Durch die Verwendung spezieller Techniken, die es Züchtern ermöglichen, eine Vielzahl von Samen nach gewünschten Eigenschaften wie Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit zu untersuchen, könne der Konzern neue Sorten schneller entwickeln. Die Produkte, die in den nächsten acht bis zehn Jahren auf den Markt kämen, seien voraussichtlich nicht gentechnisch verändert. Gleichwohl müsse Europa seine Ängste gegenüber landwirtschaftlichen Neuerungen wie gentechnisch verändertem Saatgut überwinden, forderte die Bayer-Managerin.

BayerCropScience forscht nach Angaben eines Sprechers langfristig auch an gentechnisch verändertem Weizen. In dem Bereich arbeite der Konzern etwa mit dem israelischen Unternehmen Evogene zusammen. Rund die Hälfte der Forschungsprojekte in der Pflanzenzüchtung insgesamt bei Bayer seien gentechnische Projekte.

Bayer konzentriert sich in der Zucht- und Pflanzenbiotechnik für die Entwicklung von Saatgut auf sechs Kernkulturen: Raps, Baumwolle, Gemüsesorten, Reis, dazu Weizen und seit neuestem Soja. Weizen ist die Getreidepflanze mit der weltweit größten Anbaufläche. Rund ein Viertel der weltweit landwirtschaftlich genutzten Bodenfläche dient dem Weizenanbau. Etwa 650 Millionen Tonnen Weizen werden weltweit jedes Jahr produziert. Zur Züchtung neuer Weizensorten hat Bayer bereits Kooperationen in Australien, Israel, Frankreich, in den USA sowie in der Ukraine geschlossen.

Von

rtr

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