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27.05.2016

19:29 Uhr

Bei Übernahme durch Bayer

Monsanto-Managern winkt Millionen-Regen

Allein das Werben Bayers um den US-Agrochemieriesen Monsanto könnte dessen Konzernchef und weiteren Managern einen Geldregen bescheren. Ob es tatsächlich zu einem Abschluss des Megadeals kommt, ist allerdings ungewiss.

Allein das Werben Bayers um den US-Konzern brächte Monsanto-Chef Hugh Grant 73,5 Millionen Dollar an Gewinnen ein. Reuters

Produkte von Monsanto

Allein das Werben Bayers um den US-Konzern brächte Monsanto-Chef Hugh Grant 73,5 Millionen Dollar an Gewinnen ein.

LondonDem Management des US-Agrochemieriesen Monsanto winkt bei einer Übernahme durch Bayer ein Geldregen. Monsanto-Chef Hugh Grant könnte sich mit einem Vergütungspaket in Höhe von mehr als 123 Millionen Dollar verabschieden, sollte der Konzern die Bayer-Offerte über 62 Milliarden Dollar annehmen. Dazu müsste Grant seine Monsanto-Aktien verkaufen und seine Aktienoptionen ausüben. Das ergibt eine Reuters-Auswertung verschiedener Börsenmitteilungen Monsantos.

Demnach brächte allein das Werben Bayers um den US-Konzern Grant 73,5 Millionen Dollar an Gewinnen ein. Größtenteils resultiert dies aus dem massiv gestiegenen Wert seiner Aktienoptionen. Außerdem würde der erhöhte Wert seiner Monsanto-Aktien dazu beitragen.

Hinzu kommt, dass Grant im Falle einer Übernahme Bonus-Ansprüche rascher ausbezahlt bekäme. Verliert er – wie bei Übernahmen durch andere Unternehmen üblich – seinen Job als Konzernchef, könnte er mit einer Abfindung über 14,5 Millionen Dollar rechnen.

Der Saatgutkonzern Monsanto

Hersteller

Der US-amerikanische Konzern Monsanto ist einer der weltgrößten Hersteller von – oft auch gentechnisch verändertem – Saatgut sowie Unkrautbekämpfungsmitteln.

Umsatz

Das Unternehmen mit Hauptsitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri gehört zu den 500 größten börsennotierten in den USA und setzte zuletzt rund 15 Milliarden US-Dollar (gut 13 Mrd. Euro) um. Dabei erzielte Monsanto einen Überschuss von 2,3 Milliarden Dollar.

Mitarbeiter

Weltweit beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 21.200 Menschen, fast die Hälfte davon in den USA. Der Saatgutkonzern ist in 66 Ländern vertreten – auch in Deutschland.

Kritik

Monsanto bezeichnet eine nachhaltige Landwirtschaft als „Kernanliegen“, wird jedoch weltweit von Umweltschutzorganisationen unter anderem für die Herstellung von gentechnisch veränderten Saatgut heftig kritisiert.

Quelle: dpa

Der für das Tagesgeschäft zuständige Monsanto-Vorstand Brett Bregemann hat ein Gesamtpaket von 36,5 Millionen Dollar in Aussicht. Drei weitere Spitzenmanager könnten insgesamt 56 Millionen Dollar bekommen. Ob es zu einem Abschluss des Megadeals kommt, ist allerdings ungewiss. Monsanto hat Bayers Angebot als „finanziell unzureichend“ zurückgewiesen, sich aber offen für weitere Verhandlungen gezeigt.

Von

rtr

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