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09.02.2012

10:14 Uhr

Bergbau-Riese

Abschreibung drückt Ergebnis von Rio Tinto

Wenn der Chef auf seinen Bonus verzichtet, kann es kein gutes Jahr gewesen sein. Und richtig: Der Bergbau-Riese Rio Tinto hat einen Gewinnverlust verzeichnet. Zumindest das Eisenerz-Geschäft läuft prächtig.

Rio Tinto-Anlage in Westaustralien. Reuters

Rio Tinto-Anlage in Westaustralien.

MelbourneEine Abschreibung von mehr als neun Milliarden Dollar auf das Alu-Geschäft hat den australischen Bergbau-Giganten Rio Tinto in die roten Zahlen gedrückt. Konzernchef Tom Albanese und Finanzchef Guy Elliott verzichteten deshalb am Donnerstag auf ihre Boni. Die Aktionäre besänftigte das Unternehmen mit einer kräftigen Dividendenerhöhung um ein Drittel auf 1,45 Dollar pro Aktie, die es mit der Zuversicht angesichts der langfristigen Entwicklung begründete. Dabei sank der Netto-Gewinn 2011 um 59 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar (2010: 14,3 Milliarden Dollar).

Grund dafür sei vor allem eine Abschreibung in der Aluminium-Sparte, so das Unternehmen. Rio Tinto hatte zum Höhepunkt des Rohstoff-Booms 2007 unter der Führung von Albanese für 38 Milliarden Dollar den Alu-Hersteller Alcan übernommen.

Wie bei dem Rivalen BHP Billiton, der am Mittwoch seine Zahlen vorgelegt hatte, war das hochprofitable Eisenerz-Geschäft für den Löwenanteil des Gewinns verantwortlich. Allein in dieser Sparte stieg der Gewinn um 14 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Die Alu-Sparte dagegen schaffte es nur ganz knapp in die schwarzen Zahlen.

Von

HB/Reuters

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