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16.07.2014

18:21 Uhr

Bernd Osterloh

VW-Betriebsratschef fordert radikaleren Konzernumbau

Der VW-Betriebsratsvorsitzende Osterloh macht sich für einen noch größeren Umbau des Konzerns stark. Dafür sollen beispielswese mehr Marken gebündelt werden. Zudem kritisiert Osterloh den Vorstand und das Management.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Volkswagen, Bernd Osterloh, fordert eine Umstrukturierung des Konzerns. dpa

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Volkswagen, Bernd Osterloh, fordert eine Umstrukturierung des Konzerns.

HamburgDer von Konzernchef Martin Winterkorn geplante Umbau von VW geht dem Betriebsrat nicht weit genug. Betriebsratschef Bernd Osterloh unterstützt zwar die Pläne, die Rendite der Kernmarke durch Einsparungen zu steigern. Gleichzeitig stellte er jedoch in der am Donnerstag erscheinenden Betriebszeitung „Mitbestimmen“ klar, dass die Arbeitnehmer weitergehende Ideen haben. „Und dazu gehört zuallererst, dass wir dem Konzern neue Strukturen geben“, schrieb Osterloh. So wie die Nutzfahrzeug-Töchter MAN und Scania eine eigene Sparte bildeten, sollten auch andere „Potenziale“ gebündelt werden. Dazu gehöre auch, dass die Verantwortung auf der Ebene des Konzernvorstands sowie der einzelnen Marken und Regionen klar verteilt werde. Wie er sich den Konzernumbau in Einzelnen vorstellt, ließ Osterloh offen.

Der mächtige Betriebsratschef machte klar, dass er sich aktiv in Winterkorns Vorhaben einbringen und darauf achten will, dass die geplanten Einsparungen nicht zu Lasten der Beschäftigten gingen. „Es geht um den intelligenten Einsatz von unseren Geldern, nicht ums Sparen“, betonte Osterloh, der auch im einflussreichen Präsidium des Aufsichtsrats von Volkswagen sitzt.

In der Belegschaft wird seit längerem kritisiert, dass bei VW zu viel zentral in Wolfsburg entschieden wird und der Konzern mit seinen zwölf Marken auf Trends in einigen Ländern zu spät reagiert. So hatte Osterloh die Absatzprobleme von VW in den USA vor einigen Monaten als „Katastrophenveranstaltung“ gebrandmarkt. Auf dem nach China zweitgrößten Pkw-Markt fährt die Marke weit hinter der Konkurrenz her, weil sich der für den US-Geschmack entwickelte Passat nicht mehr so gut verkauft.

Inzwischen hat der Konzern beschlossen, als zweites Modell einen großen Geländewagen in den USA zu bauen. Der unter dem Arbeitstitel „Cross-Blue“ bekannte Siebensitzer kommt allerdings erst Ende 2016 auf den Markt. Bis dahin dürften sich die Probleme von VW in den USA verschärfen.

Kommentare (1)

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Herr Frank Engelke

17.07.2014, 07:52 Uhr

bei VW wedelt wohl der Schwanz mit dem Hund.

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