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12.01.2011

06:05 Uhr

Bernd Osterloh

VW-Betriebsratschef fordert weitere Amtszeit von Chefaufseher Piëch

VonMark Christian Schneider

ExklusivVolkswagens Arbeitnehmervertreter wollen angesichts des weltweiten Wachstumskurses des Konzerns die Weichen für eine kontinuierliche Führung stellen. Nach der Verlängerung des Vertrages von Vorstandschef Martin Winterkorn Anfang des Monats bis Ende 2016 soll nun das Mandat von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch verlängert werden.

Bernd Osterloh: "Die Nachfolgefrage stellt sich derzeit überhaupt nicht." Quelle: dpa

Bernd Osterloh: "Die Nachfolgefrage stellt sich derzeit überhaupt nicht."

HAMBURG. Die Amtszeit des VW-Patriarchen endet eigentlich 2012 mit der Hauptversammlung im Frühjahr "Natürlich will ich, dass Ferdinand Piëch mindestens noch eine Amtszeit weitermacht. Von mir aus auch gern mehr", sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh dem Handelsblatt.

Aus Sicht der Arbeitnehmer ist der Lauf des Autobauers, der 2010 mit 7,14 Millionen Fahrzeugen einen Rekord einfuhr, auch an der Unternehmensspitze eine Teamleistung. "Und so, wie wir Winterkorn brauchen, brauchen wir auch Piëch, um unseren Erfolgskurs fortzusetzen", sagte Osterloh.

Laut Satzung der VW AG könnte der Patriarch dann zumindest bis 2017 im Amt sein. Osterlohs Wort hat Gewicht, die Arbeitnehmer stellen zehn der 20 Aufsichtsräte. Kenner des Konzerns werten den Vorstoß als Signal an den Nach der geplanten Integration von Porsche dürfte die Familie zwischen 30 und 35 Prozent der VW-Stimmen halten. Während des am Ende gescheiterten Versuchs des Sportwagenbauers, VW zu übernehmen, hatte dessen Chefaufseher Wolfgang Porsche die Abwehr des VW-Betriebsrats kritisiert.

"Die Nachfolgefrage stellt sich derzeit überhaupt nicht", sagte Osterloh nun mit Blick auf die gewünschte dritte Amtszeit von Piëch, der seit 2002 im Amt ist. Aus den Familien würde der Betriebsrat aber wohl kaum einen Nachfolger akzeptieren - Volkswagen sei kein Familienunternehmen. "Und wir wollen auch nicht, dass es eins wird", sagte Osterloh.

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