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13.04.2006

12:24 Uhr

Beru AG wird neuer Partner

GM sucht nach Delphi-Pleite neue Zulieferer

Der US-Autohersteller General Motors sucht Alternativen für Autoteile der ehemaligen Zuliefertochter Delphi Corp.

HB PORTLAND. Delphi will sich im Rahmen eines Vergleichs aus bestimmten Geschäftsfeldern zurückzuziehen. Bo Andersson, der Einkaufschef von GM, sagte, dass sich der Konzern für Zündkerzen und Vergasertechnik bereits neue Zulieferer gesichert habe, darunter die deutsche Beru AG. GM sei auch bereit, langfristige Lieferverträge auf neue Eigentümer von Delphi-Werken zu übertragen und damit bei der Suche nach Käufern zu helfen. Andersson bestätigte, dass der kriselnde Autokonzern Teile hortet, um sich für einen möglichen Streik bei Delphi zu rüsten.

Delphi, größte Zulieferer von GM, operiert seit Oktober vergangenen Jahres unter dem Schutz des US-Insolvenzrechtes. Nach einem kürzlich beim Konkursgericht eingereichten Reorganisationsplan will Delphi fast 30 000 Stellen weltweit streichen, mehr als zwei Drittel seiner US-Werke schließen oder verkaufen und Löhne und Sozialleistungen kürzen. Die Gewerkschaften drohen mit Streik, wenn das Gericht dem Plan zustimmt. Ein Ausstand bei Delphi könnte für GM kritisch werden. Der Autokonzern hatte im vergangenen Jahr 10,6 Mrd. Dollar Verlust geschrieben. Andersson bezeichnete die Gefahr, dass GM bei einem Zulieferer-Streik Bänder abschalten muss, als „gering“. Analysten sehen dagegen bei einer längeren Arbeitsniederlegung bei Delphi Insolvenzgefahr für den größten US-Autokonzern.

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