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01.10.2012

15:16 Uhr

Bestandsaufnahme

Neuer EnBW-Chef durchleuchtet den Konzern

Am Energie-Wendepunkt macht der neue EnBW-Chef Mastiaux eine Bestandsaufnahme. Nach der Prüfung von Geschäftsbereichen und Beteiligungen kündigt er „zügige Entscheidungen“ an. Die hat der Energieversorger auch nötig.

Räumt auf: Der neue Chef des Konzerns EnBW, Frank Mastiaux. dpa

Räumt auf: Der neue Chef des Konzerns EnBW, Frank Mastiaux.

KarlsruheDer neue EnBW-Chef Frank Mastiaux will den vom Atomausstieg stark gebeutelten Energiekonzern intensiv durchleuchten und alles auf den Prüfstand stellen. Für alle Geschäftsbereiche und Beteiligungen werde es eine Bestandsaufnahme geben, sagte Mastiaux am Montag auf seiner Antrittspressekonferenz gleich an seinem ersten Arbeitstag. Die EnBW stehe nicht nur finanziell, sondern auch strategisch unter Druck. „Wir werden Energie neu denken und wir werden die EnBW neu denken“, sagte Mastiaux.

In den ersten 100 Tagen seiner Tätigkeit werde er alles genau unter die Lupe nehmen - „dann werden wir wissen, wie wir dastehen - im guten wie im schlechten.“ Für seine Neuausrichtung wolle sich das Unternehmen konsequent am den Kunden orientieren. „Das ist der Kompass, den wir brauchen“, sagte der Nachfolger von Hans-Peter Villis.

„Die Wettbewerbsvoraussetzungen haben sich stark verändert ebenso wie das Kundenverhalten“, sagte Mastiaux. Die Entwicklung hin zur dezentralen Erzeugung Erneuerbarer Energien sei nachhaltig und unumkehrbar: „Daran wird die EnBW teilhaben.“ Das Unternehmen habe erstklassige operative Erfahrung mit der gesamten Wertschöpfungskette von Energie. „Das wird ein Wettbewerbsvorteil sein.“

Das Land und den kommunalen Zweckverband OEW als die beiden Hauptanteilseigner begrüßte Mastiaux ausdrücklich als wichtige Helfer bei der Energiewende. Die Politik könne mit ihrer Vernetzung helfen; die OEW mit ihrer regionalen Verankerung. „Dies ist eine tolle Voraussetzung, die Zukunft der EnBW zu gestalten.“ Außerdem komme bei der Neuorientierung des Unternehmens auch der Kooperation mit Stadtwerken eine immense Bedeutung zu.

Kommentare (1)

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01.10.2012, 20:04 Uhr

Der will sparen? Da kann er gleich mal bei seinem Gehalt anfangen.

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