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25.01.2005

20:20 Uhr

Bestandsgarantie als Gegenleistung

Siemens setzt längere Arbeitszeiten durch

Der Siemens-Konzern hat längere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn für tausende Beschäftigte in seinen deutschen Niederlassungen durchgesetzt.

HB MÜNCHEN. Die Tarifpartner bei Siemens haben sich damit auf eine einheitliche Entlohnung der mehr als 20 000 Beschäftigten der neuen Regionalorganisation Deutschland geeinigt. Rund 8000 Mitarbeiter werden künftig 37 statt 35 Stunden pro Woche arbeiten, dafür gibt der Konzern eine bis 2009 laufende Bestandsgarantie für die 35 Niederlassungen des Bereichs ab.

„Das Ergebnis ist ein weiterer wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit unserer inländischen Arbeitsplätze und Standorte“, sagte Konzernchef Heinrich von Pierer am Dienstag in München. Die IG Metall sprach von deutlichen Verbesserungen für die Beschäftigten.

Von Pierer, der vor dem Wechsel in den Aufsichtsrat steht, hatte schon im vergangenen Jahr längere Wochenarbeitszeiten an mehreren Standorten durchgesetzt und damit eine bundesweite Debatte ausgelöst. Bislang wurden die Mitarbeiter der Regionalorganisation nach zwei unterschiedlichen Tarifverträgen entlohnt. Für rund 12 000 Beschäftigte galt seit 1998 ein Ergänzungstarifvertrag, der unter anderem statt Urlaubs- und Weihnachtsgeld eine variable, erfolgsabhängige Gewinnbeteiligung vorsieht. Die wöchentliche Arbeitszeit lag bei 37 Stunden. 8000 Beschäftigte waren dagegen nach dem Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie entlohnt worden und hätten 35 Stunden pro Woche gearbeitet.

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