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28.11.2012

11:45 Uhr

Bestmarke

Hyundai fährt Rekordabsatz in Deutschland ein

Bis zum Ende des Jahres will Hyundai eine neue Bestmarke bei der Auslieferung von Fahrzeugen erreichen. Trotz Absatzkrise ist der Konzern damit die erfolgreichste asiatische Automarke in Deutschland.

Die Vorjahresmarke von 86.700 Autos hatte das koreanische Unternehmen schon im Laufe des Novembers übertroffen. Reuters

Die Vorjahresmarke von 86.700 Autos hatte das koreanische Unternehmen schon im Laufe des Novembers übertroffen.

München Der koreanische Autohersteller Hyundai hat trotz Absatzkrise seine Verkaufszahlen in Deutschland weiter gesteigert. Bis zum Jahresende will Hyundai rund 98.000 Fahrzeuge ausgeliefert haben und damit eine neue Bestmarke erreichen, wie der Deutschland-Chef Markus Schrick am Dienstagabend in München mitteilte. Die Vorjahresmarke von 86.700 Autos hatte das koreanische Unternehmen schon im Laufe des Novembers übertroffen. Hyundai ist damit die erfolgreichste asiatische Automarke in Deutschland und der drittgrößte Importeur.

Im kommenden Jahr wird der Gesamtmarkt laut Schrick stagnieren. Dennoch will Hyundai erstmals mehr als 100.000 Fahrzeuge in Deutschland verkaufen. Allerdings stellt sich Schrick auf einen harten Wettbewerb mit Rabatten ein.

Nachdem Hyundai in den vergangenen Monaten und Jahren viele neue Modelle auf den Markt gebracht hat, will das Unternehmen künftig verstärkt an der Qualität arbeiten. Dass Hyundai bisher nur im Mittelfeld der ADAC-Pannenstatistik steht, soll sich laut Schrick ändern.

Die größten Autohersteller in Europa

Platz 10

Nissan - 239.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Im Vergleich zum Vorjahr büßen die Japaner Marktanteile ein. Die Zahl der Neuzulassungen schrumpfte um drei Prozent.

Platz 9

Toyota - 295.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Weltweit gehören die Japaner zu den größten Autokonzernen. In Europa stagnieren die Absätze allerdings. Im Vergleich zum Vorjahr wurden ein Prozent weniger Neuwagen verkauft.

Platz 8

Daimler - 349.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Der deutsche Premiumhersteller kann sich freuen: Als einziger Hersteller in der europäischen Top Ten verkauften die Stuttgarter mehr Autos als im Vorjahr. Die Verkäufe legten um ein Prozent zu.

Platz 7

BMW - 421.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Trotzdem kann BMW die Premiumkrone auch in Europa behaupten. Die Münchner verkauften zwar ein Prozent weniger Neuwagen als im Vorjahr - doch das ist immer noch besser als die Konkurrenz.

Platz 6

Fiat - 456.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Die Sorgenfalten von Fiat-Chef Sergio Marchionne dürften zunehmen. Mit einem Minus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr befinden sich die Italiener in einer der tiefsten Absatzkrisen der Unternehmensgeschichte.

Platz 5

Ford - 533.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Auch für den US-Autobauer, dessen größtes Werk in Europa nördlich von Köln liegt, sind die Verkäufe in Europa eingebrochen. 11 Prozent weniger Fahrzeuge wurden an den Mann gebracht.

Platz 4

General Motors - 573.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Die Zahlen sind besorgniserregend. So besorgniserregend, dass zuletzt auch Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke gehen muss. In Europa brachen die Verkäufe des US-Riesen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent ein.

Platz 3

Renault - 583.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Noch schlimmer trifft es den französischen Autoriesen Renault. Satte 17 Prozent weniger Autos konnten die Franzosen im ersten Halbjahr absetzen. Die Regierung denkt bereits über Staatshilfen für die angeschlagene heimische Autoindustrie nach.

Platz 2

Peugeot/Citroën - 827.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Auch der größte französische Autobauer klagt über Absatzprobleme und kündigte zuletzt an, 8000 Stellen streichen zu wollen. Im ersten Halbjahr schrumpften die Verkäufe um 14 Prozent.

Platz 1

Volkswagen - 1,66 Millionen Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Es ist einsam an der Spitze: Die Wolfsburger deklassieren die Konkurrenz um längen. Im schwierigen europäischen Massenmarkt verliert Volkswagen zwar ein Prozent - doch insgesamt nehmen die Marktanteile zu.

Von

dapd

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