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27.01.2012

18:22 Uhr

Betonpumpen-Hersteller

Putzmeister geht an chinesischen Rivalen

Das chinesische Unternehmen Sany Heavy Industries übernimmt einen deutschen Konkurrenten: den mittelständischen Betonpumpen-Hersteller Putzmeister. Dieser soll aber ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit behalten.

Eine Pumpe von Putzmeister wird auf dem Flughafen in Stuttgart in ein Transportflugzeug verladen: Im Kampf gegen eine Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima sollte die Pumpe mit ihrem mehr als 60 Meter langen Arm Wasser von oben in die kaputten Reaktoren pumpen. dpa

Eine Pumpe von Putzmeister wird auf dem Flughafen in Stuttgart in ein Transportflugzeug verladen: Im Kampf gegen eine Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima sollte die Pumpe mit ihrem mehr als 60 Meter langen Arm Wasser von oben in die kaputten Reaktoren pumpen.

FrankfurtDer schwäbische Betonpumpen-Hersteller Putzmeister gehört künftig dem chinesischen Konkurrenten Sany Heavy Industries. Das 1958 gegründete Unternehmen aus Aichtal bei Stuttgart sei der bisher größte Zukauf eines chinesischen Käufers in Deutschland, teilte Putzmeister am Freitag mit. Es sei das erste Mal überhaupt, dass ein deutscher Mittelständler sein Unternehmen nach China verkaufe. Sany und Putzmeister würden zum größten Hersteller von Betonpumpen weltweit, sagte Putzmeister-Gründer Karl Schlecht.

Bisher waren chinesische Übernahmeinteressenten in Deutschland fast nur bei insolventen oder sanierungsbedürftigen Firmen zum Zug gekommen. Zum Kaufpreis für Putzmeister mit seinen 3000 Mitarbeitern und 570 Millionen Euro Umsatz sei Stillschweigen vereinbart worden. Zwei mit der Transaktion vertraute Personen taxierten ihn auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Der Erlös geht an zwei Stiftungen der Familie Schlecht.

Vor einem Jahr war der Hildesheimer Leichtmetall-Zulieferer KSM Castings für rund 300 Millionen Euro an den Alufelgen-Hersteller Citic Dicastal Wheel gegangen. Schlecht bezeichnete den Verkauf als „Vorzeigebeispiel einer globalen Transaktion“. Sany-Gründer und -Mehrheitseigner Liang Wengen teile „nicht nur unseren Unternehmergeist, sondern auch die Werte von Putzmeister“. Putzmeister werde ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit behalten, Geschäftsführer Norbert Scheuch werde in den Vorstand von Sany einrücken.

Finanzielle Unterstützung für die Übernahme bekommt Sany vom chinesischen Finanzinvestor Citic PE Advisors, der eine Minderheitsbeteiligung an Putzmeister übernimmt. Begleitet wurde die Übernahme von der Investmentbank Morgan Stanley.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

27.01.2012, 18:43 Uhr

Toll!
Nun bin ich auf die Kommentare der EURO-Hasser und WELTMEISTER-Deutschland und ach wie gut war es doch zu DM-Zeiten Nostalgiker gespannt.

Wie schon mehrfach geschrieben:
Das sind die Wettbewerber!

Ich sage nur
- Wer ist Patent-Weltmeister? TOP10 Ranking
- Man schaue sich mal die Übernahmen durch russ. oder chin. Firmen in Deutschland an
- Man schaue sich die Entwicklungen im Leistungssport an
- Man schaue sich die Weltraumforschung an.

Und hier ereifern sich Leute über Wulff und sehen in Griechenland ein Problem.
omfg

Armin

27.01.2012, 18:46 Uhr

Vorzeigebeispiel einer globalen Transaktion?
Ich muss Albert Einstein recht geben "Die Dummheit der Menschen ist Grenzenlos" Die Chinesen brauchen nur die Technologie. Bei Putzmeister wird in Zukunft nichts mehr so sein wie es mal war. Die Chinesen drehen den Spiess um, in zukunft können wir in China für nen Appel und ein Ei putzen gehen.

Account gelöscht!

27.01.2012, 18:55 Uhr

Na und?Wir erzählen doch überall in Europa,dass es normal ist wenn Unternehmen und Staaten pleite gehen oder übernommen werden.Die FDP sagt das ist Marktwirtschaft.Wenn Putzmeister ihre Sache gut gemacht hätten wären sie nicht übernommen worden.

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