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06.08.2012

11:08 Uhr

Betonpumpenhersteller

Putzmeister ist zu Wachstum verdonnert

Der Konzern will neue Geschäftsfelder erschließen. Kleine Übernahmen könne Putzmeister selbst stemmen, für größere benötige das Unternehmen die Hilfe des chinesischen Mutterkonzerns, sagt Geschäftsführer Norbert Scheuch.

Nobert Scheuch, Geschäftsführer der Firma Putzmeister. dpa

Nobert Scheuch, Geschäftsführer der Firma Putzmeister.

Stuttgart/AichtalDer Betonpumpenhersteller Putzmeister will mit Unterstützung des chinesischen Mutterkonzerns Sany neue Geschäftsfelder erschließen. „Wir müssen wachsen“, sagte Putzmeister-Geschäftsführer, Norbert Scheuch, den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montagausgabe) mit Blick auf die Vorgabe von Sany, den Umsatz von 575 Millionen Euro auf zwei Milliarden Euro im Jahr 2016 zu steigern. Das gehe nur über Zukäufe, sagte Scheuch. „Die kleineren Akquisitionen kann Putzmeister selbst stemmen. Für Größere muss uns Sany unterstützen“, betonte er.

Im Kerngeschäft seien nur noch kleinere Firmen Übernahmekandidaten für das Unternehmen in Aichtal. „Wir werden also Firmen außerhalb unseres Kerngeschäfts erwerben, um größere Akquisitionen tätigen zu können“, sagte Scheuch weiter.

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Vielleicht komme noch in diesem Jahr ein Betrieb mit einem Umsatz von 80 Millionen Euro hinzu, kündigte er an. Der chinesische Baukonzern Sany hatte Putzmeister Anfang Januar übernommen, seitdem sitzt Chef Scheuch im Sany-Vorstand.

Derweil kämpft Scheuch als erster Deutscher in einem chinesischen Vorstand mit der großen Sprachbarriere. „Eine spontane Kommunikation ist unmöglich“, sagte der Manager den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montag). „Die Mitglieder können nicht so gut Englisch. Die gesamte Kommunikation läuft über Dolmetscher, sie sind immer abrufbereit. Ich habe eine chinesische Sekretärin, die für mich übersetzt, aber dennoch ist das natürlich ein Hindernis.“

Scheuch lernt zwar Chinesisch, wie er der Zeitung sagte, doch das stecke noch stark in den Anfängen. „Leider ist jedes Wort nur über den genauen Kontext zu verstehen. In einem Restaurant kann ich momentan Zucker, aber noch keine Suppe bestellen.“ Der Manager ist nach eigenen Angaben einmal im Monat in China, meist für zwei Tage.

Für Putzmeister arbeiten rund 3000 Menschen, 1100 davon in Deutschland. In diesem Jahr sollen die Erlöse deutlich auf 700 Millionen Euro (2011: 570 Millionen Euro) steigen.

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