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21.01.2005

14:30 Uhr

Betriebsrat informiert Belegschaft

Opel: 5600 Mitarbeiter akzeptieren Abfindungen

Beim krisengeschüttelten Autobauer Opel haben sich nach Angaben des Betriebsrates bisher rund 5600 Mitarbeiter für die angebotene Abfindung entschieden. Insgesamt hätten etwa 6800 Beschäftigte Interesse an Informationsgesprächen gezeigt, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz am Freitag dem Handelsblatt nach einer internen Betriebsversammlung im Stammwerk Rüsselsheim.

Ein Mitarbeiter des Automobilherstellers Opel auf dem Werks-Gelände in Rüsselsheim. Foto: dpa

Ein Mitarbeiter des Automobilherstellers Opel auf dem Werks-Gelände in Rüsselsheim. Foto: dpa

HB RÜSSELSHEIM. Franz nennt damit erstmals konkrete Zahlen zum Stand des Sanierungsprogramms bei Opel. Die entsprechenden Abfindungsverträge sollten in den kommenden Tagen unterschrieben werden. Da die Zeit dafür bis zum 31. Januar nicht ausreiche, werde die Frist bis zum 25. Februar verlängert. Bisher sollten Mitarbeiter, die das Programm in Anspruch nehmen, die Verträge bis zum 31. Januar unterschreiben. Nach den Plänen der GM-Mutterkonzerns General Motors (GM) sollen insgesamt 6500 Mitarbeiter freiwillig ausscheiden.

Am Freitag hat der Opel-Betriebsrat auf der internen Betriebsversammlung in Rüsselsheim die Belegschaft über den Stand der Restrukturierung informiert. Vergangene Woche hatte Franz bereits gesagt, es hätten sich bislang mehr als 5000 Interessierte gemeldet. Bis Ende Januar sollen Mitarbeiter, die das Programm in Anspruch nehmen, Verträge unterschreiben. Der Opel-Mutterkonzern General Motors(GM) will sein defizitäres Europageschäft mit einem strengen Sparkurs verbunden mit einem massiven Stellenabbau wieder profitabel machen.

Zuvor hatte es noch geheißen, die Opel-Belegschaft zeige bislang ein geringes Interesse an den gebotenen Abfindungen. Bis zum Wochenanfang seien 1300 Mitarbeiter bereit gewesen, eine Abfindung anzunehmen und einen Auflösungsvertrag zu unterschreiben. Das sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Darmstadt, Günter Lorenz, am Freitagmorgen im ZDF-Morgenmagazin. Das wäre weit weniger als die vom Mutterkonzern General Motors angestrebte Zahl. Betroffen sind die drei Standorte Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern.

„Am 25. Februar wollen wir mit dem Vorstand Bilanz ziehen“, sagte Gesamtbetriebsratchef Klaus Franz am Freitag. Die Arbeitnehmer könnten bis zum 31. Januar einen Beratungstermin vereinbaren und diesen bis zum 18. Februar wahrnehmen. Ursprünglich sollten bis zum Monatsende die entsprechenden Verträge unterschrieben sein.

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