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19.10.2011

18:37 Uhr

Betriebsrat

Opel überprüft Abgeltung für Arbeitszeiten

Der Autobauer wird die pauschalen Arbeitszeitabgeltungen für seine Betriebsräte überprüfen, wie das Unternehmen mitteilte. Die damit zusammenhängenden Zahlungen werden damit bis auf weiteres ausgesetzt.

Der Opel-Schriftzug auf dem Opel Werk in Bochum. dapd

Der Opel-Schriftzug auf dem Opel Werk in Bochum.

RüsselsheimOpel überprüft die pauschale Arbeitszeitabgeltung für seine Betriebsräte und setzt alle Zahlungen in diesem Zusammenhang bis auf weiteres aus. Der Autokonzern greife damit einem Vorschlag des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz auf, teilte Opel am Mittwoch in Rüsselsheim mit.

Franz hatte die Geschäftsleitung einer Mitteilung des Betriebsrates zufolge aufgefordert, den Sachverhalt von unabhängigen Juristen prüfen zu lassen. Bis zum Abschluss dieser Prüfungen sollten die pauschalen Zahlungen ausgesetzt werden. Stattdessen sollen Ausgleichszahlungen für Rufbereitschaft, Reisezeit und Mehrarbeit einzeln beantragt und abgerechnet werden.

Franz erklärte erneut, dass die umstrittenen Zahlungen rechtlich absolut einwandfrei und gerechtfertigt seien. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hatte am Wochenende über Zweifel an der Rechtmäßigkeit der pauschalen Arbeitszeitabgeltung für Opel-Betriebsräte berichtet.

Auch das Unternehmen bekräftigte seine Überzeugung, dass diese Form der Vergütung allen rechtlichen Vorschriften entspreche. Opel nehme die aktuelle Diskussion jedoch zum Anlass, sie einer noch intensiveren Prüfung zu unterziehen. „Bis zur abschließenden Klärung des Sachverhaltes wird deshalb die Zahlung der pauschalierten Arbeitszeitabgeltung für Betriebsräte an allen Standorten des Unternehmens in Deutschland bis auf weiteres eingestellt“, erklärte der Konzern.

Von

dapd

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