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21.01.2005

16:47 Uhr

Betroffen sind MOL und PKN Orlen

Yukos stellt Ölexporte ein

Der angeschlagene russische Ölkonzern Yukos hat nach dem Zwangsverkauf seines Hauptförderbetriebes Juganskneftegas am 19. Dezember die Ölausfuhren größtenteils eingestellt.

HB MOSKAU. Der Ölhändler Petroval (Schweiz), über den 85 Prozent der Yukos-Exporte liefen, habe die Kunden informiert, dass Verträge wegen „höherer Gewalt“ nicht erfüllt werden könnten. Das berichtete die Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ in Moskau in ihrer Freitagsausgabe.

Betroffen sind laut Yukos der ungarische Konzern MOL und das polnische Unternehmen PKN Orlen. Aus anderen Quellen verlautete, dass Petroval an fast alle großen Ölkonzerne Yukos-Öl geliefert habe, darunter an British Petroleum (BP), Shell und ExxonMobil.

PKN Orlen hatte 2002 mit Yukos Lieferungen von 31 Millionen Tonnen in sieben Jahren vereinbart. Ab 2004 wollte MOL im Laufe von zehn Jahren jeweils 7,2 Millionen Tonnen Yukos-Öl beziehen. Der Ausfall von Yukos werde sich nicht negativ auf den russischen Ölexport auswirken, sagte ein Sprecher des Energieministeriums in Moskau. Andere Ölunternehmen seien bereits für Yukos eingesprungen. Im Jahr 2003 hatte Petroval mit 36 Millionen Tonnen Öl (84 Prozent der Yukos-Exporte) und 14 Millionen Tonnen Ölprodukten (78 Prozent) 11 Milliarden US-Dollar (8,5 Mrd Euro) umgesetzt.

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