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16.01.2007

16:16 Uhr

Bierabsatz

Krombacher im Fußballfieber

Die Fußballbegeisterung des Jahres 2006 und das gute Wetter hat der Krombacher Brauerei ein gutes Jahr beschert. Inzwischen kommt fast jedes zehnte Markenbier aus der Privatbrauerei. Für Biertrinker hat das Unternehmen jedoch eher unerfreuliche Nachrichten.

HB DÜSSELDORF. Die Krombacher Brauerei hat 2006 zum fünften Mal in Folge Ausstoß und Umsatz gesteigert. Mittlerweile komme fast jedes zehnte Markenbier aus dem siegerländischen Kreuztal-Krombach, teilte die Privatbrauerei am Dienstag in Düsseldorf mit. Der Marktanteil bei Markenbier sei um 0,3 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent weiter gewachsen. Der Ausstoß der Brauerei stieg um 2,7 Prozent auf 5,7 Mill. Hektoliter und der Umsatz um 2,8 Prozent auf 540 Mill. Euro. In das Jahr 2007 geht Krombacher mit verhaltenen Erwartungen.

Außerdem denkt die Brauerei über eine Preiserhöhung nach. Diese sei auf Grund dramatisch gestiegener Kosten nach ihrer Einschätzung in der gesamten Brauereibranche erforderlich.

Die Krombacher-Gruppe, zu der auch die 2006 übernommene Schweppes Deutschland gehört, machte bei einem Ausstoß von 6,05 Mill. Hektoliter 573 Mill. Euro Umsatz. Mit dem Ertrag sei das Familienunternehmen „sehr zufrieden“, sagte Marketing-Geschäftsführer Hans-Jürgen Grabias ohne konkrete Zahlen zu nennen. Nach einem „müden Beginn“ hatte Krombacher im Frühjahr 2006 die drei Monate mit stärkstem Ausstoß in der Unternehmensgeschichte. Auch in der zweiten Jahreshälfte habe sich der positive Trend fortgesetzt. „Das Wetter ist unser bester Promoter“, unterstrich Grabias. „Außerdem tat die Welle der Fußball-Begeisterung dem Bierkonsum gut.“

Nach Einschätzung von Grabias und Krombacher-Technik-Geschäftsführer Helmut Schaller müssten die Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Energie sich in einer Preisrunde niederschlagen. „Wir prüfen, ob wir die Preise erhöhen. Eine Entscheidung ist aber noch nicht getroffen“, sagte Grabias. Neben zweistelligen Kostensteigerungen beispielsweise beim Glas und im Energiebereich verteuere auch das Wetter des vergangenen Jahres die Produktion. „Auf Grund des warmen Sommers und des verregneten Augusts fehlen eine Million Tonnen Braugerste“, schätzte Schaller.

Die Mehrwertsteuer-Erhöhung sei konsequent weitergegeben worden. Der Handel habe dies zum Teil schon im Herbst umgesetzt, so dass zum 1. Januar keine Preissteigerung für den Verbraucher spürbar gewesen sei.

Nach der Übernahme der münsterländischen Brauerei Rolinck zum 1. Januar schloss Grabias weitere Zukäufe nicht aus. „Wenn etwas zu verkaufen ist, spitzen wir die Ohren.“ Es gebe aber keine aktuellen Planungen.

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