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04.03.2016

23:19 Uhr

Bieterkampf am Horizont

BASF denkt über Dupont-Gebot nach

Geht BASF jetzt doch auf Einkaufstour? Der Chemieriese will der Fusionswelle der Branche nicht tatenlos zuschauen. Der Zusammenschluss von Dupont und Dow Chemical könnte nun aus Deutschland torpediert werden.

Chemiefabrik in Ludwigshafen. Will der deutsche Konzern jetzt doch noch den US-Rivalen DuPont übernehmen? dpa

BASF

Chemiefabrik in Ludwigshafen. Will der deutsche Konzern jetzt doch noch den US-Rivalen DuPont übernehmen?

Der Chemiekonzern BASF erwägt ein Gebot für den US-Rivalen Dupont. Das Ludwigshafener Unternehmen arbeitet mit Beratern und Banken zusammen, um Vorteile einer Gegenofferte zu prüfen, erklärten am Freitag mit der Angelegenheit vertraute Personen. Schon im vergangenen Jahr habe es Gespräche mit Dupont gegeben, die dann aber eine Fusion mit Dow Chemical vorgezogen und die Gespräche beendet hätten. Sprecher von BASF und Dupont wollten sich zu den Spekulationen nicht äußern.

Dupont will eigentlich mit seinem heimischen Konkurrenten Dow Chemical zusammengehen. Die Konzerne hatten im Dezember die Rekordfusion in der Branche angekündigt. Nach dem Zusammenschluss soll der neue Gigant allerdings in drei verschiedene Unternehmen aufgespalten werden. Diese sollen sich auf die Bereiche Agrarchemie, Kunststoffe und Spezialchemikalien konzentrieren.

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Wann macht BASF das Portemonnaie auf?

BASF macht seit Jahren vor allem durch Teilverkäufe auf sich aufmerksam. Jetzt gibt der Chemieriese auch sein Industrielacke-Geschäft an Akzo Nobel ab. Investoren fragen: Wann kauft Konzernchef Bock mal wieder zu?

BASF hatte sich vor wenigen Tagen mit Blick auf Großübernahme in der Branche skeptisch geäußert. „Nicht alles was schick und groß ist, ist unbedingt wertschaffend“, sagte Konzernchef Kurt Bock Ende Februar. Doch die gesamte Branche ist in Bewegung. So wollen chinesische Investoren gerade den Schweizer Syngenta-Konzern übernehmen. Analysten hatten schon länger auf eine Reaktion aus Ludwigshafen spekuliert: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass BASF Däumchen dreht und zuschaut, wie der Kuchen in der Chemie neu verteilt wird“, erklärte Oliver Schwarz von MM Warburg.

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