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24.10.2011

14:38 Uhr

Bieterrennen

Mengniu interessiert sich für Pfizer-Babynahrung

Neben Danone und Nestle interessiert sich nun auch der chinesische Molkerei-Konzern Mengniu für die Babynahrungssparte von Pfizer. Die Aktie des Unternehmens reagierte angesichts der Unternehmensbewertung mit Verlusten.

Pharmariese Pfizer verkauft seine Babynahrungssparte. ap

Pharmariese Pfizer verkauft seine Babynahrungssparte.

HongkongIns Bieterrennen um die Babynahrungssparte von Pfizer steigt offenbar ein Schwergewicht aus Asien ein. Der chinesische Lebensmittelkonzern Mengniu Dairy wies am Montag zwar zurück, direkte Gespräche mit dem Pharmariesen zu führen, hat einem Medienbericht zufolge aber längst seine Fühler ausgestreckt. Bisher galten europäische Konzerne wie Nestle und Danone als Hauptinteressenten.

Die mit rund zehn Milliarden Dollar bewertete Sparte ist besonders in Asien stark vertreten. Die Region steht für 45 Prozent des globalen Marktes für Babynahrung. Mehr als jede zweite Geburt weltweit entfällt derzeit auf Asien.

Der größte chinesische Molkerei-Konzern Mengniu teilte in einem Schreiben an die Hongkonger Börse mit, derzeit keine konkreten Pläne für eine Offerte zu haben. Zugleich betonte das Unternehmen, alle Entwicklungen genau zu verfolgen. Zuvor hatte die „Financial Times“ berichtet, Mengniu führe Gespräche mit der UBS über ein mögliches Gebot.

Hinter dem chinesischen Konzern steht das Staatsunternehmen Cofco. In der Öffentlichkeit ist Mengniu vor allem durch seine Verwicklung in den Melamin-Skandal 2008 in der Volksrepublik bekannt.

Die Mengniu-Aktie schloss in einem positiven Marktumfeld mit Verlusten von 1,7 Prozent. Ein Gebot in Höhe von zehn Milliarden Dollar entspräche rund dem Doppelten der Marktkapitalisierung des Unternehmens. Pfizer wie auch UBS wollten sich nicht äußern.

Im Juli kündigte Pfizer an, nach einem Käufer für das Nutrition-Geschäft zu suchen oder eine Abspaltung zu prüfen. Das US-Unternehmen hatte die Babynahrungssparte mit der rund 67 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Pharmakonzerns Wyeth im Jahr 2009 erworben. Unter der Marke SMA bietet der Geschäftsbereich Milchnahrung für Säuglinge und Kleinkinder an. Als weitere Interessenten werden neben Danone und Nestle auch Mead Johnson und Heinz gehandelt.

Von

rtr

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