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03.09.2013

14:50 Uhr

Bieterwettstreit

B. Braun will Rhön-Klinikum-Übernahme dauerhaft blockieren

Der Bieterkampf um den Klinikbetreiber Rhön-Klinikum geht in eine neue Runde: Der Medizintechnikkonzern B. Braun will seine Beteiligung kräftig aufstocken. Die Hessen wollen 25 Prozent des Klinikums erwerben.

Der hessische Medizintechnikkonzern B. Braun will seine Beteiligung am Klinikbetreiber Rhön-Klinikum ausbauen. Laut Bundeskartellamt, wollen die Hessen 25 Prozent am Rhön-Klinikum erwerben. dpa

Der hessische Medizintechnikkonzern B. Braun will seine Beteiligung am Klinikbetreiber Rhön-Klinikum ausbauen. Laut Bundeskartellamt, wollen die Hessen 25 Prozent am Rhön-Klinikum erwerben.

FrankfurtEine große Übernahme am deutschen Krankenhausmarkt rückt in weite Ferne. Der Medizintechnikkonzern B. Braun will seinen Anteil an Rhön-Klinikum auf über 25 Prozent aufstocken und einen Verkauf des fränkischen Unternehmens damit dauerhaft verhindern. Der Gesundheitskonzern Fresenius, dessen erster Anlauf zur Übernahme von Rhön-Klinikum 2012 gescheitert war, müsste sich damit endgültig von seinem Traum verabschieden, einen deutschlandweiten Klinikgiganten zu formen.

Im Zentrum des Machtkampfs stehen drei eigenwillige Unternehmerpersönlichkeiten. Der bodenständige Rhön-Gründer Eugen Münch, 68, will einen Konzern mit einem flächendeckenden Kliniknetz in Deutschland formen und sein Unternehmen deshalb mit einem anderen großen Anbieter verschmelzen. Seine Gegenspieler Ludwig Georg Braun, 69, und Bernard Broermann, 69, wollen das verhindern und ihr Lebenswerk verteidigen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende von B. Braun und der Eigentümer des Klinikbetreibers Asklepios fürchten eine Vormachtstellung von Fresenius und Rhön auf dem deutschen Klinikmarkt - und haben sich deshalb vorgenommen, ihrem Gegenspieler Münch einen Strich durch die Rechnung zu machen. „Das sind alte Männer, die ihren persönlichen Kampf führen“, klagt ein Branchenvertreter, der für Fusionen eintritt.

Die Volkskrankheiten der Deutschen

Wirtschaftlicher Schaden

Volkskrankheiten haben nicht nur gesundheitliche sondern auch wirtschaftliche Auswirkungen. Allein im Jahre 2010 waren die Bundesbürger 17,6 Tage im Durchschnitt krankgeschrieben.

Todesursachen

Volkskrankheiten führen nicht zwangsläufig zum Tode. Deshalb ist es wichtig, zwischen Krankheiten und Todesursachen zu unterscheiden. Zu den häufigsten Todesursachen zählen in Deutschland der Herzinfarkt und der Schlaganfall. 42 Prozent der Bundesbürger waren hiervon betroffen.

Krebs

Zu den zweithäufigsten Todesursachen zählt das Krebsleiden mit 35 Prozent. Frauen versterben neben Krebserkrankungen der Verdauungsorgane nicht selten an Brustkrebs. der Darm-und Lungenkrebs ist die häufigste Todesursache bei den männlichen Bundesbürgern.

Depression

Zu den häufigsten Erkrankungen gehört die Depression. Sie belegt den vierten Platz in der Rangliste mit 9,4 Prozent. Unter Depressionen sind unterschiedliche Erkrankungen zu fassen wie beispielsweise Angstzustände.

Burn-out

Unter den Begriff der Depressionen fällt auch das Krankheitsbild des Burn-out Syndroms. Betroffene sind meist körperlich, geistig und emotional erschöpft. Grund für diesen Zustand sind Stress oder berufliche Überbelastung.

Eu-weit belaufen sich die volkswirtschaftlichen Folgekosten auf 20 Milliarden Euro jährlich.

Atemwege

Platz 3 belegen die Atemwegserkrankungen mit 18 Prozent. Mediziner unterscheiden zwischen den oberen und unteren Atemwegen. Zu den Erkrankungen der oberen Atemwege gehören Krankheiten der Nasennebenhöhlen und Kieferhöhlenentzündungen. Die Bronchitis hingegen wird zu den Krankheiten der unteren Atemwege gezählt.

Übergewicht

Gemeinsam mit den Atemwegserkrankungen ist die Fettstoffwechselstörung die dritthäufigste Krankheitsursache in Deutschland. Eine Störung des Stoffwechsels ist das Übergewicht, das auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Laut des Europäischen Statistikamts sind 60 Prozent der Deutschen übergewichtig.

Diabetes

Eine weitere Fettstoffwechselstörung ist die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus. Dabei wird zwischen Typ 1 und Typ 2 unterschieden. Typ 2 ist auf das Übergewicht zurückzuführen.

Rückenschmerzen

Mit 24,1 Prozent sind die Rückenschmerzen das zweithäufigste Volksleiden der Deutschen. Diese Zahl schlägt sich auch in den Krankheitstagen nieder. 13 Tage lässt sich der Bundesbürger wegen dieser Erkrankung krankschreiben.

Bluthochdruck

25,7 Prozent der deutschen Bundesbürger leiden an Bluthochdruck. Damit belegt diese Erkrankung den ersten Platz. Die Ursachen sind vielfältiger Natur. Außer der genetischen Veranlagung spielen Stress, Bewegungsmangel und ein überhöhter Alkoholkonsum eine wesentliche Rolle. Wird die Erkrankung nicht behandelt, drohen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Sollte die Anteilsaufstockung von B. Braun bei Rhön gelingen, wären Braun und Broermann ihrem Ziel allerdings einen großen Schritt näher gekommen. Das Familienunternehmen, das derzeit gut fünf Prozent an Rhön hält, beantragte am Dienstag beim Bundeskartellamt die Erlaubnis, seinen Anteil auf 25 Prozent oder mehr aufzustocken. B. Braun wolle auf diese Weise seine „Minderheitenposition“ bei Rhön-Klinikum sichern, erklärte das Unternehmen aus dem nordhessischen Melsungen. „B. Braun begrüßt ein breites Spektrum von Klinikketten sowie Wettbewerbsvielfalt auf dem Gesundheitsmarkt.“

B. Braun war bereits im vergangenen Jahr zusammen mit Asklepios bei Rhön eingestiegen und hatte damit die gut drei Milliarden Euro schwere Übernahme der Klinikkette durch Fresenius verhindert. Für die Entwicklung von Rhön sei der neueste Vorstoß von B. Braun alles andere als gut, sagt NordLB-Analyst Holger Fechner. „Es sieht so aus, als ob sich die Anteilseigener des Unternehmens nun langfristig blockieren werden.“ Weitere Großaktionäre von Rhön sind Firmengründer Münch, der schwedische Pensionsfonds Alecta und Fresenius. Der Dax-Konzern äußerte sich nicht zu dem Thema.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

03.09.2013, 20:12 Uhr

Na da kann Herr Münch ja froh sein, dass B.Braun mit 25% einsteigen will. Somit hat er doch die Möglichkeit seine Aktien los zu bekommen......und nichts anderes war von Anfang an sein Interesse.....

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