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30.01.2009

15:26 Uhr

Big Oil strikes again

Reich, reicher – Exxon

Neuer Gewinnrekord: Der weltgrößte Ölkonzern Exxon Mobil hat im vergangenen Jahr mit mehr als 45 Mrd. Dollar den höchsten Gewinn eines US-Unternehmens aller Zeiten erzielt. Auch Rivale Chevron gab Rekordzahlen bekannt. Beide Unternehmen überzeugten an der Börse.

Exxon: Zahlen, die überzeugen. Foto: ap ap

Exxon: Zahlen, die überzeugen. Foto: ap

HB HOUSTON/ SAN RAMON. Der Überschuss von exakt 45,22 Mrd. Dollar (35,28 Mrd Euro) fiel noch einmal elf Prozent höher aus als Exxons alter Rekord aus dem Vorjahr. Wegen der inzwischen stark gefallenen Ölpreise verbuchte der Konzern im vierten Quartal allerdings einen Gewinneinbruch. Der Überschuss fiel im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel auf 7,8 Mrd. Dollar, wie Exxon Mobil am Freitag am Sitz in Houston (Texas) mitteilte. Der Gewinn pro Aktie lag bei 1,55 Dollar und somit um acht Cent höher als von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten vermutet hatten.

Der Umsatz stieg im Gesamtjahr 2008 um 18 Prozent auf 477,4 Mrd. Dollar. Im Schlussquartal fiel er dagegen um mehr als ein Viertel auf 84,7 Mrd. Dollar.

Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron verdiente im vergangenen Jahr so viel verdient wie nie zuvor. Dank der lange rekordhohen Ölpreise sprudelte der Gewinn 2008 mit 23,9 Mrd. Dollar (18,6 Mrd Euro) um fast 30 Prozent stärker als ein Jahr zuvor. Das teilte Chevron am Freitag am Sitz im kalifornischen San Ramon mit.

Im Schlussquartal stagnierte der Gewinn allerdings wegen der inzwischen stark gefallenen Ölpreise bei 4,9 Mrd. Dollar. Dabei profitierte der Konzern noch von starken Währungseffekten und einem Einmalgewinn. Ohne diese Sondereffekte wäre der Überschuss wie auch bei Wettbewerbern zum Jahresende deutlich gesunken. Das Ergebnis lag aber immer noch deutlich über den Erwartungen der Wall Street.

Chevrons Umsatz fiel im Schlussquartal um fast 30 Prozent auf 43,1 Mrd. Dollar. Im Gesamtjahr stiegen die Erlöse um fast ein Viertel auf 265,0 Mrd. Dollar.

Der Ölpreis hatte im Juli ein Rekordhoch von mehr als 147 Dollar je Barrel (159 Liter) erreicht. Seitdem ist er aber wegen der Sorge vor einer kräftigen Abschwächung der Weltwirtschaft deutlich auf aktuell etwas mehr als 40 Dollar gesunken.

An der Börse wurden die Zahlen positiv aufgenommen: Im vorbörslichen Handel von Lang & Schwartz legten beide Titel um mehr als drei Prozent zu.

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