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03.03.2006

08:03 Uhr

Bilanz 2005

Degussa kommt schlecht weg

Millionen-Abschreibungen haben 2005 ein tiefes Loch in die Bilanz des Spezialchemiekonzerns Degussa gerissen. In Zukunft soll es besser werden.

HB DÜSSELDORF. Unter dem Strich liege der Verlust 2005 bei 479 Mill. Euro, teilte der Konzern am Freitag in Düsseldorf mit. Ein Jahr zuvor hatte Degussa noch einen Überschuss von 309 Mill. Euro erwirtschaftet. Die Abschreibungen schlugen mit 836 Mill. Euro negativ zu Buche.

„In einem schwierigen Marktumfeld haben wir im Geschäftsjahr 2005 das operative Ergebnis leicht gesteigert und eine Prämie auf unsere Kapitalkosten erwirtschaftet,“ erläuterte Vorstandschef Utz-Hellmuth Felcht anlässlich bei der wohl letzten großen Bilanzpressekonferenz der Degussa in Düsseldorf. Der Steinkohlekonzern RAG kontrolliert mittlerweile mehr als 95 Prozent der Degussa-Anteile und hat angesichts der geplanten eigenen Börsennotierung angekündigt, die bislang im Nebenwerte-Index MDax geführte Degussa vom Kurszettel zu nehmen.

Im operativen Geschäft belasteten die hohen Rohstoffkosten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag 2005 mit 940 Mill. Euro leicht über dem Vorjahr mit 931 Mill. Euro. Der Umsatz legte dank Preiserhöhungen und gestiegener Mengen von 10,74 auf 11,75 Mrd. Euro zu.

Im vierten Quartal zog das Geschäft etwas an, wie Degussa weiter mitteilte. Während der Umsatz um 15 Prozent auf 3,08 Mrd. Euro zulegte, sank das Ebit um 3 Prozent auf 202 Mill. Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 54 Mill. Euro; im Vorjahreszeitraum waren es erst 33 Mill. Euro gewesen.

Trotz hoher Energie- und Rohstoffkosten zeigte sich Konzernchef Utz-Hellmuth Felcht für die künftige Geschäftsentwicklung verhalten optimistisch.

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