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07.03.2006

12:14 Uhr

Bilanz 2005

EnBW legt Gewinnsprung hin

Der viertgrößte deutsche Energieversorger EnBW hat im abgelaufenen Jahr von den hohen Strompreisen und einem hausinternen Sparprogramm profitiert. Das bekommen nun auch die Anteilseigner zu spüren.

HB KARLSRUHE. Energie Baden-Württemberg (EnBW) teilte in dem am Dienstag in Karlsruhe veröffentlichten Geschäftsbericht mit, den Aktionären werde für 2005 eine Erhöhung der Dividende von 0,70 Euro auf 0,88 Euro je Papier vorgeschlagen. Für 2006 sei ein Anstieg der Ausschüttung um weitere 20 Prozent geplant.

Bei einem um 18 Prozent auf 10,77 Mrd. Euro gestiegenen Umsatz kletterte der Gewinn nach Minderheiten 2005 um 64 Prozent auf 521,6 Mill. Euro. Der Versorger profitierte von Preiserhöhungen und einem Kostensenkungsprogramm. Wegen der auf 3,28 Mrd. Euro gesunkenen Verschuldung fiel auch das Finanzergebnis besser aus als vor Jahresfrist.

Für das laufende und das kommende Jahr prognostizierte EnBW in seinem Hauptgeschäftsfeld Strom leicht unter Vorjahr liegende Umsätze. 2005 hatte EnBW mit Strom 8,15 Mrd. Euro umgesetzt. Das zuletzt um 6,4 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro gestiegene operative Ergebnis (Ebit) der Sparte werde 2006 und 2007 erneut von geringeren Kosten profitieren und weiter steigen, stellte der Konzern in Aussicht.

EnBW hatte sich im Geschäftsjahr 2004 von zahlreichen unrentablen Töchtern und Geschäftsfeldern getrennt. Die Erlöse waren vor allem in den Abbau der hohen Schulden gesteckt worden und hatten die Rückkehr in die Gewinnzone ermöglicht. Nach dem Abschluss der Portfolio-Bereinigung sei 2005 „ein normales Geschäftsjahr“ gewesen, bilanzierte Konzernchef Utz Claassen auf der Bilanzpressekonferenz. „Wir haben den Spielraum geschaffen für signifikante Transaktionen“, sagte er. Die Bilanzstruktur sei mit einem Anstieg der Eigenkapitalquote um gut 3 Punkte auf 13,2 Prozent verbessert worden.

Die EnBW will ihren Marktanteil in Deutschland künftig ausbauen und als Hebel dafür die Mehrheitsbeteiligung an den Düsseldorfer Stadtwerken nutzen, die noch von den Kartellbehörden genehmigt werden muss. Der nordrhein-westfälische Markt sei „groß und wichtig“, sagte Claassen. „Wir wollen das organische Wachstum der Stadtwerke Düsseldorf fördern.“

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