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14.02.2006

14:58 Uhr

Bilanz 2005 und Ausblick 2006

Michelin hat sich festgefahren

Obwohl der weltgrößte Reifenhersteller Michelin ein ausgesprochen gutes Ergebnis eingefahren hat, knickte die Aktie ein. Grund dafür ist der verhaltene Ausblick.

HB PARIS. Der operative Gewinn vor Einmalposten sei 2005 um 5 Prozent auf 1,37 Mrd. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Umsatzrendite lag bei 8,8 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit 1999. Analysten hatten im Schnitt mit nur 1,35 Mrd. Euro beim Gewinn gerechnet und einer Umsatzrendite von lediglich 8,7 Prozent. Der Umsatz kletterte um 3,6 Prozent auf 15,59 Mrd. Euro. Der Nettogewinn stieg um knapp 36 Prozent auf 889 Mill. Euro. Als Grund nannte das Unternehmen die höheren Preise für die Kunden, die die höheren Rohstoffkosten mehr als ausgeglichen hätten.

Die Rohstoffkosten waren im vergangenen Jahr bei stabilen Wechselkursen um 15 Prozent gestiegen und schlugen mit 455 Mill. Euro zu Buche. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen weiter steigende Rohstoffkosten in Höhe von 350 Mill. Euro. Wegen der erwarteten Belastungen werde die Umsatzrendite auf dem Niveau von 2005 stagnieren. Analysten nahmen diese Prognose mit Enttäuschung auf. Michelin-Aktien gaben in Paris um 4,2 Prozent nach auf 52,40 Euro.

Michelin-Partner Edouard Michelin bekräftigte, das Unternehmen halte an den Zielen für die Umsatzrendite sowie den Kapitalertrag von jeweils mehr als 10 Prozent im Jahr 2010 fest. Wenngleich sich der operative Gewinn 2005 besser entwickelt habe, spiegele sich das Wachstumspotenzial von Michelin darin nicht wider, betonte Edouard Michelin. Deshalb werde sich das Unternehmen 2006 verstärkt auf Wachstum und eine Senkung der Kosten konzentrieren. Details zu den geplanten Kostensenkungen nannte er allerdings nicht. Er sagte lediglich, die Produktion in Werken in den USA und in Westeuropa solle effizienter gestaltet werden. Zudem wolle er die Expansion nach Osteuropa vorantreiben.

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