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23.03.2006

13:25 Uhr

Bilanz 2005

Unternehmensverkauf stürzt GEA tief ins Minus

Der Spezialmaschinen- und Anlagenbauer GEA – der aus der ehemaligen Metallgesellschaft hervorgegangen ist –hat nach dem Verkauf der Autozuliefersparte Dynamit Nobel Kunststoffe im vergangenen Jahr einen herben Verlust eingefahren.

HB DÜSSELDORF. Der Verlust 2005 betrage 64,3 Mill. Euro, teilte GEA am Donnerstag in Düsseldorf mit. Im Vorjahr hatte der Konzern nach dem angeglichenen Bilanzierungsstandard IFRS einen Gewinn von 166,4 Mill. Euro gemacht. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) erzielte GEA einen Gewinn von 209,4 (Vorjahr: 86,1) Mill. Euro. Der Umsatz stieg um 10,8 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro. Für 2005 schlägt der Konzern eine Dividende von 10 Cent je Aktie vor. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet GEA eine Verbesserung des Umsatzes und eine „überproportionale Steigerung des Ergebnisses“.

GEA hatte sich im November von Dynamit Nobel Kunststoffe getrennt und angekündigt, der Verkauf werde das Konzernergebnis mit 165 bis 175 Mill. Euro belasten.

Konzernchef Jürg Oleas blickte optimistisch nach vorne: „Das Unternehmen ist operativ in einer hervorragenden Verfassung. Wir sind mit kräftigen Zuwächsen in das Jahr 2006 gestartet.“ In den ersten beiden Monaten 2006 habe GEA zweistellige Zuwachsraten beim Auftragseingang und Umsatz verzeichnet. GEA erwarte in allen Segmenten eine positive Ergebnisentwicklung.

Die GEA Group plant Zukäufe. Es gebe verschiedene kleinere und mittlere Unternehmen, die GEA im Blick habe, sagte Vorstandschef Oleas. Auch Großakquisitionen seien nicht ausgeschlossen. Das Portfolio der GEA Group werde ständig optimiert, Stillstand sei nicht zu erwarten. Allerdings würden am Markt zum Teil hohe Preise gezahlt. Sollten sich Akquisitionen nicht lohnen, werde das Unternehmen wie bereits in der Vergangenheit freie Mittel zum Rückkauf eigener Aktien verwenden.

Oleas sagte am Rande der Pressekonferenz, Unternehmen aus der Verpackungsindustrie wären eine sinnvolle Ergänzung für das Portfolio der GEA Group. Firmen wie etwa Krones oder die schweizerische SIG würden durchaus zum Konzern passen. Der Preiskampf in der Getränkeverpackungsindustrie mache solche Übernahmen allerdings fragwürdig.

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