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08.01.2010

15:58 Uhr

Bilanz 2009

Daimler verkauft zehn Prozent weniger Autos

Die Konjunkturkrise macht sich auch beim Autobauer Daimler bemerkbar. Das Jahr 2009 verlief mit einem dicken Minus beim Absatz trist.Jetzt hofft der Konzern auf ein besseres Jahr 2010.

Bei Mercedes geht es seit Dezember wieder aufwärts. ap

Bei Mercedes geht es seit Dezember wieder aufwärts.

HB STUTTGART. Daimler hat seine Autoverkäufe im Dezember erneut gesteigert. Dennoch verzeichnete der Autobauer im Gesamtjahr 2009 einen deutlichen Absatzeinbruch.

Die Daimler-Personenwagensparte meldete für das Gesamtjahr ein Minus von gut zehn Prozent im Vergleich zum bereits krisengebeutelten Vorjahr. Die Verkäufe sanken auf 1,129 Mio. Autos, wie Daimler am Freitag mitteilte. Davon entfielen 1,012 Mio. Autos auf die Kernmarke Mercedes-Benz, die 9,7 Prozent einbüßte. Vom Smart wurden 117 000 Exemplare verkauft, 13,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Daimler hat als Oberklassehersteller im vergangenen Jahr weniger als die Massenhersteller von der Abwrackprämie profitiert.

Im Dezember erzielte Daimler eine Absatzsteigerung bei seinen Personenwagen: Die Verkäufe der Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,6 Prozent auf 107 600 Autos. Der Absatz der Marke Mercedes-Benz legte um 12,4 Prozent auf 97 700 Fahrzeuge zu. Um den Stadtflitzer Smart schlug die Kundschaft jedoch einen weiten Bogen, dessen Absatz sank um zwölf Prozent auf 9900 Einheiten.

In China verkaufte die Marke mit dem Stern mit 70 100 Autos 65 Prozent mehr als im Vorjahr. In der Region Asien/Pazifik insgesamt erzielte Mercedes-Benz ebenfalls einen Rekordabsatz und steigerte die Auslieferungen um 13 Prozent auf 165 300 Fahrzeuge. Allein im Dezember lag der Zuwachs bei 77 Prozent. Im Dezember verzeichnete Mercedes-Benz den Angaben zufolge erstmals in diesem Jahr auch in Japan ein kräftiges Absatzplus.

Auf dem Heimatmarkt Deutschland brach der Absatz von Mercedes um zwölf Prozent auf insgesamt 265 500 Autos ein. In Westeuropa (ohne Deutschland) lagen die Verkäufe im letzten Monat des Jahres mit 27 100 Fahrzeugen sechs Prozent über dem Vorjahr. Dabei habe es Zuwächse in nahezu allen großen Märkten wie Großbritannien (plus 43 Prozent), Frankreich (plus sechs Prozent), Italien (plus 1 Prozent) und Belgien (plus zehn Prozent) gegeben. Im letzten Jahr lieferte Mercedes-Benz in Westeuropa (ohne Deutschland) hingegen 15 Prozent weniger Autos aus.

In den USA verzeichnete Mercedes-Benz ab September 2009 eine deutliche Erholung. Im Dezember verbuchte die Marke mit einem Absatz von 20 000 Autos den besten Monat des Jahres 2009, der Zuwachs lag bei acht Prozent. Im Gesamtjahr brach der Absatz aber um 15 Prozent ein.

Daimler-Chef Dieter Zetsche sieht die Talsohle erreicht und rechnet wieder mit steigenden Verkaufszahlen. Für 2010 erwarte das Unternehmen einen Absatz leicht über dem Niveau des Vorjahres, sagte er mit Hinweis auf die neu eingeführte E-Klasse. Der Konzern habe sich beim Absatz in der zweiten Jahreshälfte schrittweise verbessern können, nachdem das erste Halbjahr von starken Marktrückgängen geprägt gewesen sei. Im vierten Quartal lagen die Verkaufszahlen mit einem Plus von 13 Prozent deutlich über dem Niveau des Vorjahres, berichtete der Vorstandschef. Dazu habe neben der E-Klasse auch die neue Generation der S-Klasse beigetragen.

BMW und Audi wollen ihre Absatzzahlen auf der am Montag beginnenden Autoschau in Detroit bekanntgeben.

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