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09.03.2012

09:39 Uhr

Bilanz 2011

Linde verdient mehr als erwartet

Eine gute Konjunktur und ein tolles Asien-Geschäft gepaart mit einem zackigen Sparkurs - kein Wunder, dass Linde 2011 mehr verdient hat als im Vorjahr. Mit 3,2 Milliarden Euro lag der Gewinn zudem über den Erwartungen.

Linde hat 2011 kräftig verdient. dpa

Linde hat 2011 kräftig verdient.

MünchenEin starkes Asiengeschäft und Sparanstrengungen haben dem Industriegasespezialisten Linde im vergangenen Jahr zu Rekordwerten bei Umsatz und Gewinn verholfen. Dabei profitierte der Konzern insbesondere von seiner breiten Aufstellung in den asiatischen Schwellenländern. Linde steigerte 2011 seinen operativen Gewinn um 9,7 Prozent auf 3,21 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Allein im vierten Quartal standen 847 Millionen Euro in den Büchern. Analysten hatten lediglich 823 Millionen erwartet. Den Aktionären versprach Konzernchef Wolfgang Reitzle, die Dividende auf 2,50 Euro je Aktie von 2,20 Euro anzuheben.

Bei Anlegern konnte Linde mit seinen Zahlen punkten. Die Papiere stiegen im frühen Handel um 2,5 Prozent und waren damit der größte Gewinner im Leitindex Dax.

Linde erwirtschaftet mittlerweile 35 Prozent seines Gaseumsatzes in den Schwellenländern. In den stark wachsenden Volkswirtschaften Chinas und Indiens ist der Konzern, der unter anderem die Stahl- und Elektronikbranche mit Sauerstoff und Stickstoff versorgt, inzwischen die Nummer eins im Gasegeschäft. Die Gewinnzahlen des vergangenen Jahres wurden aber auch durch ein mehrjähriges Sparprogramm positiv beeinflusst, das Reitzle 2008 eingeleitet hatte. Es soll in den Jahren 2009 bis 2012 insgesamt 650 bis 800 Millionen Euro bringen. Bis Ende 2011 wurden bereits Einsparungen von 620 Millionen Euro erzielt.

Der weltweit zweitgrößte Industriegasekonzern nach der französischen Air Liquide setzte im vergangenen Jahr 13,79 Milliarden Euro um - ein Plus von 7,1 Prozent. Der Überschuss erhöhte sich um 16,9 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro. Auch für das Geschäft im laufenden Jahr äußerte sich der Linde-Chef zuversichtlich. „Wir sind für ein anspruchsvolles Umfeld gewappnet“, sagte Reitzle. Linde will 2012 den Umsatz und das operative Ergebnis weiter steigern.

Die vor einem Jahr ausgegebenen Mittelfristziele bekräftigte der Konzern. Linde will im Jahr 2014 mindestens ein operatives Ergebnis von vier Milliarden Euro erzielen und dabei eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von mindestens 14 Prozent erreichen. Im vergangenen Jahr lag die Rendite bei 13 (2010: 12,5) Prozent.

Auch der Konkurrenz im Industriegasegeschäft geht es momentan gut. Rivale Air Liquide strebt dank robuster Nachfrage aus den Schwellenländern für 2012 einen Anstieg des Nettogewinns an. Voraussetzung sei allerdings, dass es nicht zu einem schweren Wirtschaftsabschwung komme, erklärte Konzernchef Benoit Potier kürzlich. Im vergangenen Jahr steigerten die Franzosen ihren Nettogewinn um 9,4 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro und den Umsatz um 7,2 Prozent auf 14,457 Milliarden.

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