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03.04.2006

14:49 Uhr

Bilanz und Ausblick

Frosta leidet unter teurem Fisch

Der Bremerhavener Tiefkühlkost-Hersteller Frosta hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn gesteigert, sieht sich im laufenden Jahr aber hohen Fischpreisen gegenüber, was die Aussichten trübt.

HB HAMBURG. Das Konzernergebnis im vergangenen Jahr betrug 8,4 Mill. Euro nach 7,8 Mill. Euro 2004, teilte die Frosta AG bei der Bilanzpressekonferenz am Montag in Hamburg mit. Vor Zinsen und Steuern sank das Ergebnis (Ebit) von 15,4 auf 15,2 Mill. Euro. Der Umsatz stieg von 264,1 auf 268,6 Mill. Euro. Die Dividende soll von 20 auf 50 Cent je Aktie erhöht werden. 80 Prozent der Aktien sind im Familienbesitz.

Mit 151 Mill. Euro trugen die Handelsmarken wieder den größten Teil zum Umsatz bei. Zulieferungen für Großverbraucher und die Industrie machten 57 Mill. Euro aus, gefolgt von der Marke Frosta (40 Mill. Euro) und Zweitmarken (21 Mill. Euro).

Bei den Produktgruppen entwickelten sich Fertiggerichte mit plus 7 Prozent am besten, gefolgt von Fischprodukten mit plus 5 Prozent. Bei Gemüse und Obst ging der Umsatz wegen niedriger Preise und harten Wettbewerbs um 6 Prozent zurück. Der Konzern wuchs dem Lagebericht zufolge per saldo nur im Ausland, besonders in Osteuropa.

Wegen der steigenden Preise für seine wichtigste Zutat Weißfisch – wozu unter anderem Seelachs und Kabeljau gehören – in den ersten Monaten 2006 hat Frosta einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Unter diesen Umständen werde es auch schwer, im Gesamtjahr ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe zu erreichen, teilte das Unternehmen mit. Zwar seien die Umsätze in den ersten Monaten des laufenden Jahres gestiegen, wegen der höheren Fischpreise habe sich der Rohertrag aber deutlich verschlechtert.

An der Frankfurter Börse gaben die Frosta-Aktien im Laufe des Vormittags um fast acht Prozent nach auf 15,50 Euro, nachdem sie zu Handelsbeginn noch auf ein Jahreshoch von 17,10 Euro geklettert waren.

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