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14.01.2011

08:32 Uhr

Bilanz

Weltweite Autoverkäufe stiegen 2010 um zwölf Prozent

Asien sei Dank: Weltweit gesehen war 2010 für die Autobranche ein großartiges Jahr: Um satte zwölf Prozent stieg der Absatz im vergangenen Jahr. Für die europäischen Hersteller bleiben die heimischen Märkte aber ein Sorgenfall, auch wenn es zuletzt Entspannung gab.

Vor allem China hat Lust auf Autos. Quelle: ap

Vor allem China hat Lust auf Autos.

HB BERLIN/BRÜSSEL. Der Boom vor allem in Asien hat im vergangenen Jahr für einen kräftigen Zuwachs beim weltweiten Autoabsatz gesorgt. Insgesamt wurden mehr als 61,7 Millionen Pkw verkauft. Das war im Vergleich zum Krisenjahr 2009 ein Plus von zwölf Prozent, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag in Berlin mitteilte.

Das internationale Geschäft habe sich damit deutlich schneller erholt als erwartet. 2009 war der Weltmarkt im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise noch um drei Prozent geschrumpft. Vor allem in den USA und Osteuropa war der Absatz eingebrochen.

Wachstumstreiber waren 2010 vor allem die sogenannten BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China sowie der US-Markt. So legte der Pkw-Absatz in China um mehr als ein Drittel auf fast 11,3 Millionen Autos zu. In Indien stiegen die Verkäufe um 31 Prozent auf 2,4 Millionen Fahrzeuge. In Deutschland und Westeuropa dagegen ging der Absatz im vergangenen Jahr nach dem Auslaufen staatlicher Förderprogramme wie der Abwrackprämie deutlich zurück.

Mit einem Absatzplus von fast elf Prozent auf 3,3 Millionen Fahrzeuge lag Brasilien laut VDA erstmals vor dem deutschen Markt. In Deutschland wurden 2010 knapp 2,92 Millionen Wagen verkauft, das waren 23 Prozent weniger als im Rekordjahr 2009. Damals allerdings hatte die Abwrackprämie auf Altautos den Verkauf von Neuwagen außergewöhnlich stark angekurbelt.

Im laufenden Jahr stehen die Zeichen weltweit weiter auf Wachstum. So rechnet Europas größter Autobauer Volkswagen mit einer Steigerung des Gesamtmarktes von fünf Prozent.

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