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18.01.2007

08:26 Uhr

Bilanzvorlage

Merck profitiert von Flachbildschirm-Boom

Für den Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck ist das vierte Quartal glänzend verlaufen. Nicht zuletzt dank eines guten Geschäfts mit Flüssigkristallen für Displays stieg der Gewinn merklich.

HB FRANKFURT. Der operative Gewinn sei um 58,2 Prozent auf 303,3 Mill. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Damit übertraf Merck die Schätzungen von Analysten, die im Schnitt für das vierte Quartal mit einem operativen Gewinn von 264 Mill. Euro gerechnet hatten. Im Gesamtjahr kamen die Darmstädter auf einen operativen Gewinn von 1,105 Mrd. Euro, ein Plus von 25,1 Prozent.

Der Überschuss nach Fremdanteilen kletterte um 18,2 Prozent auf 129,5 Mill. Eruro. Im Gesamtjahr verblieben 983,1 Mill. Euro Gewinn in der Kasse. Der Konzernumsatz nahm im vierten Quartal um 9 Prozent auf 1,625 Mrd. Euro zu.

„2006 konnte Merck erneut Rekordergebnisse bei allen Ergebniszahlen verbuchen“, erklärte Konzernchef Michael Römer. Für 2007 legte der Konzern, der unlängst die Mehrheit am Schweizer Biotechkonzern Serono erworben hatte, noch keine Prognose vor. Dazu sei es noch zu früh, erklärte das Management.

Im Pharmageschäft setzte Merck im Schlussquartal 1,071 Mrd. Euro um, ein Anstieg von 8,6 Prozent. Mit ihrem Krebsmedikament Erbitux kamen die Darmstädter auf 96 Mill. Euro Umsatz, 47 Prozent mehr als vor einem Jahr. Erbitux ist der größte Hoffnungsträger des Pharmageschäfts. In der Chemiesparte legten die Umsätze mit Flüssigkristallen im vierten Quartal um 20 Prozent zu. Merck ist Weltmarktführer bei der Herstellung solcher Kristalle, die unter anderem in Notebooks, TV-Flachbildschirmen oder Handy-Displays Verwendung finden.

Mit der Übernahme von Serono rückt in der Pharmasparte das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten noch stärker in den Mittelpunkt. Merck prüft den Verkauf seines Generikageschäfts, in dem der Konzern weltweit an vierter Stelle rangiert. Branchenkreisen zufolge sind die Beteiligungsgesellschaften TPG, Permira und Cinven an einer Übernahme interessiert. Der indische Generikakonzern Ranbaxy hat bereits offiziell mitgeteilt, das Merck-Geschäft auf dem Radar zu haben.

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