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09.08.2012

08:13 Uhr

Bilfinger Berger

Roland Koch gibt mauen Ausblick

Der Chef des Bau- und Dienstleistungskonzerns warnt vor schwierigen Zeiten: Bilfinger Berger hat zwar im ersten Halbjahr ordentlich verdient, steht aber vor mauen Geschäften in der Zukunft.

Bilfinger-Berger-Chef Roland Koch blickt mit Sorgen in die Zukunft. dapd

Bilfinger-Berger-Chef Roland Koch blickt mit Sorgen in die Zukunft.

StuttgartDer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger hat seine Geschäftserwartungen für das laufende Jahr unter Vorbehalt gestellt und präzisiert. Nach einem Umsatz- und Gewinnzuwachs in der ersten Jahreshälfte wolle Bilfinger Berger 2012 mit den Kunden Leistungen über mindestens 8,4 Milliarden Euro abrechnen und damit etwa so viel umsetzen wie 2011, stellte das Mannheimer Unternehmen am Donnerstag in seinem jüngsten Geschäftsbericht in Aussicht.

Der Nettogewinn werde mit 265 bis 275 Millionen Euro "erheblich" über dem Vorjahreswert von 220 Millionen Euro liegen. Auch das operative Ergebnis werde sich verbessern und auf 450 bis 470 Millionen Euro steigen nach 397 Millionen Euro im Vorjahr.

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Bei dieser Prognose gehe Bilfinger Berger aber davon aus, dass es „zu keinen krisenhaften Entwicklungen“ im Umfeld komme, schränkte das Management ein. „Auch im weiteren Jahresverlauf müssen wir hart arbeiten, um in einem nervöser werdenden Marktumfeld unsere finanziellen Ziele zu erreichen“, schwor Vorstandschef Roland Koch die gut 65.500 Mitarbeiter ein.

Nach den ersten sechs Monaten summierte sich die Konzernleistung auf 4,13 Milliarden Euro und lag damit zwei Prozent über Vorjahr. Der Orderbestand sank durch den Verkauf einer Beteiligung in Nigeria und die selektive Auftragsannahme im Baugeschäft um acht Prozent auf 7,55 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebita) erhöhte sich dank Beteiligungsverkäufen sowie Neubewertungen um 44 Prozent auf 245 Millionen Euro.

Der Überschuss fiel hingegen mit 161 Millionen Euro 39 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum, in dem Bilfinger Berger 174 Millionen Euro aus dem Verkauf seiner Bautochter in Australien verdient hatte. Mit einem Nettogewinn von 60 Millionen Euro im zweiten Quartal übertraf der Konzern jedoch die Gewinnerwartungen der von Reuters befragten Analysten.

Von

rtr

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