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04.04.2006

18:00 Uhr

Bioinformatik-Sparte verkauft

Lion Bioscience benötigt neues Geschäftsmodell

Das defizitäre Heidelberger Biotechunternehmen Lion Bioscience hat seine letzte verbliebene Sparte verkauft und steht somit ohne operatives Geschäft da.

HB FRANKFURT. Lion arbeite weiter an einem neuen Geschäftsmodell, sagte der neue Vorstandschef Peter Willinger am Dienstag. Details zu künftigen Projekten, für die Lion Bioscience noch rund 23 Mill. Euro aus dem Börsengang in den Firmenkasse hat, nannte er nicht. Der bereits vor einem Jahr angekündigte und immer wieder verschobene Verkauf des Bioinformatikgeschäfts bringt Lion drei bis vier Mill. Euro ein. Käufer ist der britische Pharmadienstleister BioWisdom.

Bis zu einer Neuausrichtung ist Lion Bioscience nun eine reine Finanzholding ohne operatives Geschäft. Die Sparten Wirkstoffforschung und Forschungssoftware hatte das Unternehmen 2002 und 2004 abgegeben. In den vergangenen Jahren hatte Lion stets hohe Verluste geschrieben. Im Geschäftsjahr 2004/2005 (31. März) hatte Lion ein Minus von 13,2 Mill. Euro verbucht - bei einem Umsatz von nur 200 000 Euro. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2005/06 habe sich der Fehlbetrag allerdings auf 400 000 Euro verringert, sagte Willinger, der das Amt des Firmenchefs am Dienstag von Thure Etzold übernahm. Jahreszahlen will Lion in sechs Wochen bekannt geben.

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