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08.05.2012

12:27 Uhr

Biotech-Firma

Actelion versprüht wieder Zuversicht

Die Biotechnologiefirma zeigt neuen Optimismus. Der Kerngewinn soll ab 2014 wieder steigen. Außerdem soll es mehr Einsparungen geben, als bisher in Aussicht gestellt. Die Aktie verlor dennoch mehr als drei Prozent.

Ein Labor des Schweizer Pharmaunternehmens Actelion. Picture-Alliance/KEYSTONE

Ein Labor des Schweizer Pharmaunternehmens Actelion.

ZürichDas Schweizer Biotechnologieunternehmen Actelion traut sich nach dem jüngsten Forschungserfolg mit seinem neuen Lungenmedikament Macitentan wieder mehr Gewinn zu. Europas Branchenführer setzt auf den Ausbau seiner führenden Rolle in der Behandlung von Bluthochdruck im Lungenkreislauf (PAH) und will mehr sparen als bisher in Aussicht gestellt. Nach stabilen Ertragszahlen in diesem und im kommenden Jahr soll der Kerngewinn 2014 in Lokalwährungen gerechnet wieder wachsen und ab 2015 prozentual zweistellig zulegen, wie Actelion am Dienstag auf einer Analystenveranstaltung ankündigte.

Actelion gelang es nach einer Serie von Rückschlägen jüngst, Macitentan zur Zulassungsreife zu entwickeln und einen Nachfolger für seinen bisherigen Hauptumsatzträger Tracleer zu finden. Ein neues Medikament braucht die in Allschwil nahe Basel ansässige Firma dringend, weil der größte Teil des Umsatzes mit Tracleer erwirtschaftet wird und bisher keine Verbreiterung der Geschäftsbasis gelang.

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Das PAH-Mittel steuert mit 1,5 Milliarden Franken (1,2 Milliarden Euro) rund 90 Prozent des Jahresumsatzes bei. Doch Tracleer bekommt zunehmend Konkurrenz und 2015 läuft in wichtigen Märkten der Patentschutz ab. Keinen Erfolg beschieden war Präparaten gegen Hirnblutung, Lungenfibrose und Asthma sowie einem zusammen mit GlaxoSmithKline entwickelten Schlafmittel. Die Marktzulassung für Macitentan, an dem Analysten zufolge Actelions Zukunft hängt, soll im vierten Quartal beantragt werden.

An der Börse wurde die Neuigkeit verhalten aufgenommen. Die Actelion-Aktien gehörte mit minus 3,4 Prozent auf 38,64 Franken zu den schwächeren europäischen Gesundheitswerten. Händler führten den Kursrutsch allerdings in erster Linie auf die Dividendenzahlung zurück: Viele Anleger hätten nach dem Kurssprung in der Vorwoche im Sog des Macitentan-Erfolgs noch die Ausschüttung abgewartet, bevor sie ihre Gewinne realisieren.

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