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14.02.2012

07:21 Uhr

Biotech-Firma

Actelion will trotz Verlust Dividende zahlen

Der starke Franken, eine abgeblasene Übernahme, Rückstellungen für einen Lizenzstreit - außergewöhnliche Belastungen haben Europas größtem Biotech-Unternehmen einen Fehlbetrag im dreistelligen Millionenbereich beschert.

Die Zentrale des Biotech-Unternehmens Actelion bei Basel. Reuters, Sascha Rheker

Die Zentrale des Biotech-Unternehmens Actelion bei Basel.

ZürichSonderfaktoren haben die Schweizer Biotechnologiefirma Actelion 2011 in die roten Zahlen gedrückt. Trotzdem will Europas Branchenführer nach Angaben vom Dienstag wie im Vorjahr 0,80 Franken je Aktie Dividende zahlen.

Rückstellungen für einen Lizenzstreit und Zahlungsausfälle durch die europäische Schuldenkrise, der starke Franken und eine abgeblasene Übernahme bescherten Actelion 2011 einen Fehlbetrag von 146,3 Millionen Franken (121 Millionen Euro) nach 390,6 Millionen Franken Gewinn im Jahr davor. Analysten hatten im Schnitt mit 114 Millionen Franken Verlust gerechnet.

Dieses Jahr dürften die Produktumsätze wegen der zunehmenden Konkurrenz für das Lungenmedikament Tracleer erstmals seit Bestehen der Firma auch unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen sinken. Im Vorjahr lagen sie mit 1,71 Milliarden Franken um sieben Prozent unter dem Niveau von 2010, in Lokalwährungen gerechnet ergab sich aber ein Plus von fünf Prozent. Der Kerngewinn soll auf dem Niveau von 437,5 Millionen Franken des Jahres 2011 gehalten werden. Im zweiten Quartal will Actelion erste Ergebnisse spätklinischer Tests mit dem Tracleer-Nachfolger Macitentan vorlegen.

Von

rtr

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