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27.05.2013

10:48 Uhr

Biotechfirma

Medigene findet globalen Partner

Bei der Entwicklung des hauseigenen Krebsmittels kann Medigene auf zahlkräftige Unterstützung setzen. Gerade der dreistufige Zulassungstest von neuen Medikamenten verschlingt hohe Geldsummen.

Ein Genlabor der Firma Medigene. ZBSP

Ein Genlabor der Firma Medigene.

FrankfurtDas Biotechunternehmen Medigene hat mit dem Pharmaunternehmen Syncore einen weiteren Großinvestor gefunden. Die Tochter des taiwanischen Konzerns Sinphar Pharmaceutical beteiligt sich mit rund sechs Prozent und ist künftig der exklusive weitweite Entwicklungspartner für das wichtigste Krebsmittel der Biotechfirma, wie Medigene am Montag in Martinsried bei München mitteilte. Syncore ist bereits in Asien, Australien und Neuseeland der Partner für die Weiterentwicklung des Präparats Endotag-1. An der Börse kam die Nachricht gut an: Der Kurs der Medigene-Aktie schoss um zwölf Prozent in die Höhe auf 1,04 Euro.

Das Medikament soll nun zur Behandlung von Brustkrebs getestet werden. Syncore soll die Finanzierung der Phase-III-Studie übernehmen und bekommt dafür im Gegenzug die weltweiten Vermarktungsrechte an dem Medikament. Starten soll der Phase-III-Test im zweiten Halbjahr 2014.

Neue Medikamente müssen vor einer Zulassung erst drei Phasen der klinischen Überprüfung am Menschen bestehen. Die dritte Phase verschlingt üblicherweise das meiste Geld. Kleine Biotechfirmen sind spätestens dann auf einen Partner angewiesen, der die Finanzierung im Austausch für Vermarktungsrechte übernimmt.

Medigene bekommt von Syncore eine Vorabzahlung, zudem winken dem bayerischen Unternehmen weitere Gelder, die an Entwicklungs- und Zulassungserfolge geknüpft sind. Nach einer Zulassung des Medikaments soll Medigene zudem am Umsatz beteiligt werden. Die Partnerschaft wird außerdem durch eine Beteiligung untermauert: Syncore erwirbt 2,4 Millionen Medigene-Aktien zum Preis von einem Euro je Anteilsschein und hält künftig 6,09 Prozent an der Biotechfirma. Damit werden die Taiwaner neben der Beteiligungsfirma Advent Management (6,5 Prozent) und der Santo-Holding (4,6 Prozent) der Biotechinvestoren Thomas und Andreas Strüngmann einer der größten Aktionäre des Unternehmens sein.

Von

rtr

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