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06.05.2014

22:18 Uhr

Biotechnologie

Qiagen profitiert von Tuberkulose-Test

Im ersten Quartal steigert die Nachfrage nach einem Tuberkulose-Test den Gewinn bei Qiagen. Ein weiterer Test von Deutschlands größtem Biotechnologie-Konzern signalisiert, wo die Zukunft der Branche liegen könnte.

Mit Laborgeräten und Tests zum Nachweis von Krankheiten macht Qiagen einen guten Umsatz. dpa

Mit Laborgeräten und Tests zum Nachweis von Krankheiten macht Qiagen einen guten Umsatz.

FrankfurtDeutschlands größter Biotechkonzern Qiagen hat zum Jahresstart von einer kräftigen Nachfrage nach seinem Tuberkulose-Test und nach Verbrauchsmaterial für seine Analyse-Geräte profitiert. Das Unternehmen steigerte den Angaben vom Dienstagabend zufolge im ersten Quartal seinen bereinigten Konzerngewinn um zwölf Prozent auf 53,7 Millionen Dollar.

Das entsprach der Erwartung von Analysten. Qiagen hatte allerdings seine Vergleichszahlen zum Vorjahr angepasst. Konzernchef Peer Schatz bekräftigte die Ziele für das Gesamtjahr.

Das an der Börse im TecDax notierte Unternehmen ist auf Laborgeräte und Tests zum Nachweis von Krankheiten spezialisiert. Der 1984 gegründete Biotechkonzern ist inzwischen eines der führenden Unternehmen in der Molekular-Diagnostik.

Qiagen setzte von Januar bis März 317,4 Millionen Dollar um, ein Plus von fünf Prozent. Zu dem Anstieg trugen auch die Übernahmen der Bioinformatik-Firmen Ingenuity und CLC bio bei.

Das Geschäft mit dem Test von Qiagen auf latente Tuberkulose brummte zum Jahresauftakt. Es wuchs über 20 Prozent im Quartal. Zudem wurde mehr Verbrauchsmaterial für die Qiagen-Geräte nachgefragt.

Zuwächse verzeichnete das Unternehmen auch im Geschäft mit begleitenden Gentests für die personalisierte Medizin - einem der Wachstumsfelder in der Pharmabranche. Solche Untersuchungen kommen immer häufiger etwa in der Krebsmedizin zum Einsatz, um Patienten unwirksame Behandlungen zu ersparen.

Das Geschäft mit Tests zum Nachweis von humanen Papilloma-Viren, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können, schrumpfte dagegen. Hier spürte Qiagen die zunehmende Konkurrenz.

An dem Ziel, in diesem Jahr weitere 250 neue Analyse-Geräte des Typs QIAsymphony zu verkaufen, hielt Qiagen fest. Das Gerät kann eine Vielzahl von Tests zum Nachweis von Krankheiten verarbeiten. Für das Gesamtjahr rechnet Konzern-Chef Schatz weiter mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von vier bis fünf Prozent.

Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 1,07 bis 1,09 Dollar nach 1,02 Dollar im vergangenen Jahr zulegen. Qiagen will zudem in diesem Jahr sein zweites Aktienrückkaufprogramm über 100 Millionen Dollar abschließen.

Von

rtr

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