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09.07.2011

15:35 Uhr

Biotechnologie

Qiagen übernimmt Mehrheit an französischem Konkurrenten

Das Biotechunternehmen Qiagen ist weiter auf Einkaufstour. Der TecDax-Konzern hat die Mehrheit der Anteile am französischen Leukämie-Spezialisten Ipsogen übernommen. Ingesamt soll die Übernahme 70 Millionen Euro kosten.

Qiagen-Labor in Hilden. Quelle: dpa

Qiagen-Labor in Hilden.

Das Biotechunternehmen Qiagen hat die Mehrheit am Leukämie-Spezialisten Ipsogen sicher. Qiagen habe sich mit einer Gruppe von Hauptgesellschaftern über den Kauf von rund 61 Prozent an Ipsogen verständigt, teilte die Firma mit. Die Anteile kommen von den Ipsogen-Mitgründern, einem Ipsogen-Verwaltungsratsmitglied sowie den Investoren Amundi Asset Management und Matignon Investissement, die zusammen auf etwa 47 Prozent kommen. Von anderen Gesellschaftern, die Qiagen nicht nannte, sicherte sich das Unternehmen weitere rund 14 Prozent. Qiagen hatte seine Übernahmepläne Mitte Juni publik gemacht und bietet den Ipsogen-Aktionären 12,90 Euro je Aktie.

Mit der rund 70 Millionen Euro teuren Übernahme will Deutschlands größtes Biotechunternehmen sein Angebot weiter ausbauen. Ipsogen arbeitet an einem Verfahren zur Diagnose von Brustkrebs im Frühstadium und hat bereits mehrere Tests auf dem Markt, die für die Diagnose von Leukämie und zur Überwachung der Behandlung von Blutkrebs-Patienten eingesetzt werden - einem Bereich, in dem Qiagen bisher nicht aktiv ist.

Erst im April hatte das Unternehmen, das auf Laborgeräte und Tests zum Nachweis von Krankheiten spezialisiert ist, den Kauf des australischen Tuberkulose-Experten Cellestis angekündigt. Qiagen erwartet den Abschluss der Transaktionen über die 61 Prozent der Ipsogen-Anteile rund um den 12. Juli und will das französische Unternehmen dann vollständig konsolidieren. In den vergangenen fünf Jahren hat Qiagen damit rund 30 Firmen übernommen.

Von

rtr

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